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24.03.2016

18:35 Uhr

Forwardworks

Sony gründet Unternehmen für Entwicklung von Handy-Spielen

Spiele für das Smartphone sind auf dem Vormarsch. Davon will auch Sony profitieren. Der japanische Elektronikkonzern hat mit ForwardWorks einen neuen Entwickler aufgelegt – und schielt auf die Erfolge der PlayStation.

Erfolgreiche PlayStation-Titel für das Smartphone: Mit der Tochter ForwardWorks setzt Sony zur Offensive an. dpa

Sony

Erfolgreiche PlayStation-Titel für das Smartphone: Mit der Tochter ForwardWorks setzt Sony zur Offensive an.

TokioDer japanische Elektronikkonzern Sony gründet ein eigenes Unternehmen für die Entwicklung von Spielen fürs Smartphone – vor allem solchen, die schon auf der Spielekonsole PlayStation erfolgreich sind. Die Tochter namens ForwardWorks Corporation mit Sitz in Tokio werde am 1. April starten, teilte Sony am Donnerstag mit. Leiten soll sie Atsushi Morita, Chef der Unterhaltungssparte und Enkel von Sony-Gründer Akio Morita.

Sony will mit dem neuen Angebot versuchen, den meist kostenlosen Smartphone-Spielen Konkurrenz zu machen. Im vergangenen Jahr schon hatte der Konzern deshalb im Heimatland Japan „PlayStation Now“ aufgelegt, einen Streamingdienst für Smartphone-Spiele.

Sony in der Dauerkrise

„One Sony“

Sony tut sich seit Jahren schwer. Als Kazuo Hirai Anfang 2012 den Chefposten übernahm, gab er die Devise „One Sony, One Management“ aus. Er will den japanischen Konzern in den drei Kernbereichen Smartphones, Digitalkameras und Computerspiele wieder zu einem schlagkräftigen Wettbewerber machen.

Ohne Partner im Smartphone-Geschäft

Große Hoffnung setzt Sony in das Smartphone-Geschäft. Deswegen übernahm der Konzern 2012 vom schwedischen Partner Ericcson dessen Anteile am schwächelnden Handy-Hersteller Sony Ericsson. Mit einem Angebot aus einer Hand will Sony gegen Wettbewerber wie Apple, Samsung und LG Boden gutmachen. Allerdings wird der Wettbewerb immer härter, chinesische Hersteller drängen mit günstigen Preisen in den Markt.

Eintritt ins Wohnzimmer

Mit seiner Playstation ist Sony unter Computerspielern eine feste Größe. Das neue Gerät, die seit Ende 2013 verkaufte Playstation 4, soll den Verkauf von Hardware und Software wieder ankurbeln. Das Geschäft läuft rund, Sony verkauft deutlich mehr Geräte als der Konkurrent Microsoft mit seiner Xbox One.

Probleme im Kamerageschäft

Das Kamerageschäft ist eine der drei großen Sony-Sparten, und auch hier tut sich der Konzern schwer. Der Absatz von Kameras und Camcordern sinkt, gerade kompakte Geräte leiden unter der Konkurrenz durch Smartphones. Allerdings profitiert Sony von der Nachfrage nach seinen Bildsensoren.

Raus aus dem PC-Markt

Der PC-Markt schrumpft – und Sony will nicht mehr mitschrumpfen: Der Konzern hat 2014 den Geschäftsbereich mit der Marke Vaio an einen Investmentfonds verkauft.

Keine Lösung fürs TV-Geschäft

Der Wettbewerb auf dem TV-Markt ist brutal – darunter leidet auch Sony, der Konzern schreibt mit Fernsehern seit Jahren Verluste. Nun gliedert er die Sparte in eine separate Gesellschaft aus. Was das Unternehmen damit plant, ist derzeit unklar.

Filmstudio leidet unter Cyberangriff

In den traditionellen Geschäftszweigen Film und Musik läuft es bei Sony meistens gut. Allerdings erschütterte Ende 2014 ein Hackerangriff das Hollywood-Studio Sony Pictures. Die Angreifer veröffentlichten zahlreiche vertrauliche Daten im Netz, darunter auch unveröffentlichte Filme und Skripte.

Konkurrent Nintendo hatte vergangene Woche die App Miitomo gestartet, die sich binnen drei Tagen schon mehr als eine Million Nutzer aufs Smartphone luden. Miitomo ist kein Spiel, sondern ein Kurznachrichtendienst, über den sich die Nutzer nach Unternehmensangaben „in einer unbeschwerten, verspielten und einladenden Umgebung mit ihren Freunden austauschen können – und zwar in Gestalt ihrer Mii-Charaktere“, selbst erschaffener Avatare. Sie beantworten Fragen und leiten sie und die Antworten an Freunde weiter.

Von

afp

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