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14.08.2012

10:13 Uhr

Fotopionier

Kodak braucht mehr Zeit für Patentauktion

Für einen Neuanfang als Druck-Spezialist verkauft der insolvente Konzern seine Patente. Doch bislang waren dem Fotopionier alle Gebote zu niedrig. Die letzte Hoffnung liegt jetzt auf Apple und Google.

Vintage Kodakfilm-Behaelter sind in Newtown, USA, ausgestellt. dapd

Vintage Kodakfilm-Behaelter sind in Newtown, USA, ausgestellt.

New YorkDer insolvente Fotopionier Kodak nimmt sich mehr Zeit für den lebenswichtigen Verkauf seiner Patente. Angesichts noch laufender Gespräche mit den Bietern stimmten die Gläubiger einer Fristverlängerung zu, wie Kodak mitteilte. Ursprünglich sollte der Gewinner der Versteigerung am Montag feststehen. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Kodak braucht das Geld aus dem Verkauf der 1100 Patente für den geplanten Neuanfang als Druck-Spezialist.

Nach bisherigen Informationen erfüllte sich Kodaks Hoffnung auf Milliarden-Einnahmen aber zunächst nicht. Alle bis zum Wochenende eingegangenen Gebote hätten deutlich unter 500 Millionen Dollar gelegen, berichtete das „Wall Street Journal“. Der Fotokonzern hatte Anfang des Jahres den Wert des Pakets noch auf bis zu 2,6 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) geschätzt.

Die letzte Hoffnung liegt auf einem Bieterwettstreit zwischen Apple und Google, die rivalisierende Gruppen bei der Auktion anführen. Die beiden Unternehmen stehen sich im Patentkrieg der Mobilfunk-Branche gegenüber. Im vergangenen Jahr hatten sie den Preis bei der Versteigerung der Patente des insolventen Netzwerk-Ausrüsters Nortel bis auf 4,5 Milliarden Dollar hochgetrieben. Am Ende gewannen Apple und Microsoft, die auch bei Kodak gemeinsam auftreten.

Von

dpa

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