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31.01.2011

11:53 Uhr

Französischer Medienkonzern

Lagardère verkauft Zeitschriftengeschäft

VonHolger Alich

Großverkauf in der Medienbranche: Der französische Medienkonzern Lagardère SCA ("Elle", "Paris Match") will sein internationales Geschäft mit Magazinen verkaufen und hat bereits exklusive Verhandlungen mit einem Interessenten aufgenommen.

PARIS. Lagardère verhandelt nach eigenene Angaben mit dem US-Unternehmen Hearst über den Verkauf des Geschäfts für insgesamt 651 Millionen Euro. Der Deal umfasst 102 Zeitschriftentitel in 15 Ländern, darunter auch die deutschen Ableger.

Für Lagardères Flaggschiff "Elle" ist ein Sonderabkommen vorgesehen. Statt eines Komplettverkaufs sollen die Amerikaner nur eine Lizenz für 15 Länder für das Frauenmagazin bekommen. Damit bleibt Lagardère Eigentümer der Marke, delegiert den Verlag des Blattes aber an Hearst. Auf Basis der Ergebnisse des vergangenen Jahres habe die Markennutzung einen Wert von acht Millionen Euro, hieß es.

Angesichts des dümpelnden Aktienkurses treibt Lagardère den Verkauf von Aktivitäten voran, die nicht mehr als strategisch angesehen werden. So will sich der Konzern auch von seiner Beteiligung am Pay-TV-Sender Canal Plus trennen. Stattdessen investiert Lagardère in das Sport-Rechte-Geschäft. Den Großteil der Erlöse erzielt Lagardère dagegen mit dem Verlegen von Büchern. Lagardère ist zudem der private französische Großaktionär von EADS. Ähnlich wie Daimler will auch Lagardère seine Beteiligung eines Tages verkaufen.

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