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08.03.2012

21:32 Uhr

Französischer Mischkonzern

Abschreibungen drücken Lagardère in die roten Zahlen

Das vergangene Jahr war für den französischen Mischkonzern nach eigener Aussage „sehr enttäuschend“. Gleich zweimal musste das Unternehmen seine Gewinnziele senken. Vor allem Abschreibungen drückten nun das Ergebnis.

Konzernchef Arnaud Lagardere bei der Pressekonferenz zu den Unternehmenszahlen. AFP

Konzernchef Arnaud Lagardere bei der Pressekonferenz zu den Unternehmenszahlen.

ParisUmfangreiche Abschreibungen haben dem französischen Mischkonzern Lagardere im abgelaufenen Jahr rote Zahlen eingebrockt. Der Nettoverlust lag 2011 bei 707 Millionen Euro, wie Lagardere am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Schwierigkeiten bereitete vor allem die in den vergangenen Jahren aus einer Reihe von Zukäufen entstandene Sportsparte sowie der französische Bezahlsender Canal+. Der Konkurrent von Medienunternehmen wie Bertelsmann bekam zudem in seiner Buchsparte zu spüren, dass der Erfolg der Vampir-Serie „Twilight“ langsam abebbt. Der bereinigte Betriebsgewinn sank um gut elf Prozent auf 414 Millionen Euro.

„Wir hatten ein sehr enttäuschendes Jahr 2011, das wir nun Schritt für Schritt hinter uns lassen“, sagte Konzernchef Arnaud Lagardere. Das Unternehmen musste seine Gewinnziele zwei Mal herunterschrauben und verabschiedete sich von Plänen für einen Börsengang von Canal+, nachdem das Erdbeben in Japan die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt hatte. Für positive Schlagzeilen sorgte dafür der Verkauf des internationalen Magazin-Geschäfts, für das Lagardere 887 Millionen Dollar erlöste. In diesem Jahr will sich der Konzern darauf konzentrieren, mit der defizitären Sportbranche die Wende zu schaffen. Der Betriebsgewinn soll insgesamt stabil bleiben, so die Werbeeinnahmen ungefähr das Niveau des Vorjahres erreichen.

Die Aktie des Konzerns hatte am Donnerstag vor der Bekanntgabe der Ergebnisse 4,8 Prozent zugelegt.

Von

rtr

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