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12.03.2013

22:25 Uhr

Freigabe erteilt

T-Mobile USA und MetroPCS dürfen fusionieren

Die US-Aufsichtsbehörde FCC hat der Telekom -Tochter T-Mobile USA grünes Licht für die Fusion mit dem US-Anbieter MetroPCS gegeben. Nun müssen nur noch die Aktionäre zustimmen, bevor es losgehen kann.

Eine MetroPCS-Filiale in New York. dapd

Eine MetroPCS-Filiale in New York.

Washington/New YorkDie Telekom-Tochter T-Mobile USA und ihr amerikanischer Wunschpartner MetroPCS haben bei der geplanten Fusion am Dienstag zwei wichtige Hürden genommen. .Der staatliche US-Netzregulierer FCC sowie die Wettbewerbsabteilung im Justizministerium gaben dem Zusammenschluss ihren Segen. „Mit der heutigen Genehmigung wird der amerikanische Mobilfunkmarkt weiter gestärkt“, erklärte FCC-Chef Julius Genachowski am Dienstag in Washington.

Das Justizministerium schloss seine Untersuchung des geplanten Geschäfts ab, bei dem die Telekom drei Viertel der Anteile an dem neuen Unternehmen halten soll. Die bisherigen MetroPCS-Aktionäre bekommen den Rest sowie 1,5 Milliarden Dollar in bar.

Vor knapp einer Woche hatte bereits das US-Kartellamt den Zusammenschluss genehmigt. Eine weitere Behörde muss aber auch noch ihren Segen geben: die US-Sicherheitsbehörde CFIUS. Diese Stelle überprüft die Auswirkungen ausländischer Investitionen auf die nationale Sicherheit. Und auch die Anteilseigner müssen noch zustimmen.

T-Mobile USA ist die Nummer vier unter den US-Mobilfunkern, MetroPCS ist die Nummer fünf. Beide sind für ihre vergleichsweise günstigen Angebote bekannt. Zusammen kämen die beiden Anbieter auf etwa 42 Millionen Handy-Kunden.

Das Justizministerium erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass die Verbraucher durch den Zusammenschluss Nachteile erleiden würden. Im Gegenteil: Die Fusion könnte den Wettbewerb sogar beleben. Der FCC-Chef schlug in die gleiche Kerbe. Denn das Duo würde ein stärkeres Gegengewicht zu den zumeist recht teuren Marktführern Verizon, AT&T sowie Sprint bilden.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

Platz 10

Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

Platz 9

Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

Platz 8

NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

Platz 7

Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

Platz 6

NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

Platz 5

America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

Platz 4

Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

Platz 3

Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

Platz 2

AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

Platz 1

China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Der Ton war Ende 2011 weit weniger freundlich: Damals hatten die FCC und die Wettbewerbshüter im Justizministerium die Übernahme von T-Mobile USA durch den wesentlich größeren Rivalen AT&T abgelehnt. Sie hatten befürchtet, dass die US-Mobilfunkkunden dann mehr zahlen müssten. In der Folge suchte die Deutsche Telekom nach einem neuen Partner für ihre US-Tochter, den sie in MetroPCS fand.

Nun sind die Aktionäre von MetroPCS am Zug. Sie stimmen auf einem Treffen am 12. April über die Fusion ab. Zwei große Anteilseigner sperren sich allerdings gegen das Geschäft. Sie verlangen bessere Bedingungen. Die Telekom soll 74 Prozent am zusammengeschlossenen Mobilfunkanbieter bekommen.

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Das Management von MetroPCS drängte die Aktionäre am Dienstag nochmals dazu, ihre Zustimmung zu geben. MetroPCS-Aktien gaben 2,4 Prozent an der New Yorker Börse nach, wo in einem schwachen Umfeld vor allem Technologieaktien unter Druck gerieten.

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