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01.01.2006

18:19 Uhr

Fußballrechte

Premiere setzt Arena unter Druck

Premiere-Chef Kofler drängt den Konkurrenten Arena zu einer Kooperation: Der Pay-TV-Sender Premiere will seine technische Infrastruktur als Hebel nutzen, um doch noch live über die Bundesliga berichten zu können

Premiere-Chef Georg Kofler sucht nach Wegen, um doch noch über die Bundesliga berichten zu können. Foto: dpa

Premiere-Chef Georg Kofler sucht nach Wegen, um doch noch über die Bundesliga berichten zu können. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. „Unity kann sein geplantes Angebot bei einem Großteil der Premiere-Abonnenten ohne vertragliche Vereinbarung mit Premiere gar nicht freischalten“, sagte Premiere-Chef Georg Kofler dem Handelsblatt. Die Deutsche Fußball Liga hatte die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga für die kommenden drei Spielzeiten überraschend an Arena, eine Tochter des Kabelkonzerns Unity Media, vergeben. Bisher überträgt Premiere exklusiv für seine Abonnenten die Live-Spiele der Fußball-Bundesliga.

Kunden brauchen zum Empfang eines solchen verschlüsselten Angebots ein Empfangsgerät und eine Zugangskarte, auch Smartcard genannt. Premiere hat über diese Karte die Möglichkeit, den Zugang zu öffnen oder zu schließen. „Verschlüsselte Programme anderer Anbieter sind ohne Einigung mit Premiere über die Premiere-Smartcard nicht empfangbar“, bestätigte ein Sprecher des Satellitenbetreibers SES Astra dem Handelsblatt auf Nachfrage. Der Münchener Bezahlsender Premiere hat zurzeit rund 3,4 Millionen Abonnenten.

Premiere-Chef Kofler drängt nun den Konkurrenten Arena zu einer Kooperation. „Wir werden ab Januar Gespräche über mögliche Sublizenzierung führen“, sagte Kofler. Bisher hatte Arena die Vergabe einer Unterlizenz an Premiere abgelehnt.

Zuvor hatte die die „Berliner Zeitung“ berichtet, Premiere hoffe auf die Rechte für die Live-Übertragung der Spiele in den rund 13 000 Sportbars. Bislang habe Premiere einen einstelligen Millionenbetrag für die Bundesliga-Übertragungsrechte in Sportbars gezahlt. „Wir gehen davon aus, dass wir den Zuschlag erhalten“, sagte Premiere-Sprecher Dirk Heerdegen der Zeitung. Die Bars hätten bislang je nach Größe zwischen 125 Euro und 250 Euro monatlich bezahlen müssen.

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