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20.01.2017

07:28 Uhr

Gastbeitrag von Vishal Sikka

Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz!

VonVishal Sikka

Künstliche Intelligenz hält immer stärker Einzug in den Alltag. Maschinen übernehmen von uns die Arbeiten, die sich automatisieren lassen. Für uns Menschen bietet das die Chance, Neues zu entdecken und es zu gestalten.

Der Vorstandsvorsitzende von Infosys fordert lebenslanges Lernen als neues Grundprinzip für das Bildungssystem. Reuters, Sascha Rheker

Vishal Sikka

Der Vorstandsvorsitzende von Infosys fordert lebenslanges Lernen als neues Grundprinzip für das Bildungssystem.

Künstliche Intelligenz (KI) und intelligente Automatisierung bestimmen schon heute unseren Alltag mehr als wir denken – ob beim Einkaufen im Geschäft oder online, beim Autofahren oder beim Aufspüren von Kreditkartenbetrügern. Die Welle der Digitalisierung wird noch mehr Lebensbereiche erfassen. Neue Technologien, insbesondere Künstliche Intelligenz, wirken dabei grundlegend disruptiv und lösen auch deshalb bei den meisten von uns zumindest gemischte Gefühle hervor: von Furcht bis Faszination, von Neugier bis Bedenken, von der Angst vor Kontrollverlust bis zum Bedürfnis, lästige Alltagsarbeit loszuwerden. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Bei allem Hype: Wir müssen keine Angst vor künstlicher Intelligenz haben. Sie steckt noch in den Kinderschuhen. Wir haben daher alle Chancen, diese disruptive Entwicklung mitzugestalten – in unserem Sinne. Dafür müssen wir aber bereit sein, Bildung neu zu begreifen, damit die neuen Technologien uns helfen, unsere ureigenen menschlichen Fähigkeiten zu fördern und zu verstärken.

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Künstliche Intelligenz liegt derzeit im Trend: Immer mehr Hersteller statten ihre Produkte damit aus. Davon profitieren bislang jedoch vor allem große Konzerne wie Amazon.

Für Unternehmer bedeuten KI-Technologien einerseits ein enormes Potenzial, um ihr Geschäft zu transformieren, radikal Kosten einzusparen, effizienter und vor allem innovativer zu werden. Eine aktuelle Infosys-Befragung von 1600 Entscheidern weltweit zeigt: Mehr als 75 Prozent sind überzeugt, dass KI sich positiv auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken wird.

Die dahingehenden Erwartungen sind enorm: Schon 2020 sollen KI-Technologien 39 Prozent Umsatzwachstum und 37 Prozent Kostenreduzierung bringen. Bereits 25 Prozent haben KI-Technologien in ihren Betrieben eingeführt, vor allem bei der Automatisierung von Datenerfassung und vorhersagenden Analysemethoden. Andererseits tragen Manager und Mitarbeiter, Regierungen und Bürger gemeinsam auch eine große Verantwortung, die mit der digitalen Transformation einhergeht. Es gilt, einen sinnstiftenden und verantwortungsvollen Weg für die Nutzung Künstlicher Intelligenz zu finden.

Kommentare (1)

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Herr Lothar Bitschnau

20.01.2017, 09:50 Uhr

Ich glaube die menschliche Intelligenz ist und WAR usere letzte Bastion der Überlegenheit auf diesem Planeten .. und eigentlich auch eine Begrenzung.
K.I. wird extrem schnell mutieren, Diener und Waffe sein, ohne Grenzen und unermüdlich .. in den Händen von wem ?

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