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03.10.2011

14:03 Uhr

Gebührenzoff

RTL fordert ARD und ZDF zum Sparen auf

VonHans-Peter Siebenhaar

ExklusivIm Streit um höhere Gebühren greift RTL-Deutschlandschefin Anke Schäferkordt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk scharf an. Die Chefin des größten deutschen Privatsenders fordert von ARD und ZDF einen härteren Sparkurs.

RTL-Deutschlandschefin Anke Schäferkordt dpa

RTL-Deutschlandschefin Anke Schäferkordt

Düsseldorf„Bei ARD und ZDF ist noch nicht angekommen, dass Sparen auch heißen kann: einfach weniger Geld auszugeben.“, sagte die 48-Jährige, die seit sechs Jahren an der Spitze von RTL in Deutschland steht, dem Handelsblatt. „Ich bin außerordentlich erstaunt über das deutlich höhere Finanzvolumen, das ARD und ZDF ausgerechnet in Zeiten wie diesen künftig vom Gebührenzahler verlangen wollen“, sagt sie.

Die RTL-Chefin kritisierte insbesondere das Vorgehen der Öffentlich-Rechtlichen bei den Programmausgaben.  „Bislang gab es eine Champions League im Privatfernsehen für die Zuschauer kostenlos, das hat sich mit dem Rechteerwerb des ZDF geändert. Nun muss der Gebührenzahler wie kolportiert mehr als 50 Millionen Euro jährlich für die Champions League über seine Rundfunkgebühren bezahlen.“ Der Privatsender Sat 1 hatte jahrelang die Champions League gezeigt, war aber bei der vergangenen Rechtevergabe vom ZDF überboten worden. Das ZDF zeigt die Königsklasse des Fußballs ab nächstem Jahr für drei Spielzeiten.

ARD und ZDF hatten bei der unabhängigen Finanzkommission KEF einen Finanzbedarf zwischen 2013 und 2016 von insgesamt 1,47 Milliarden Euro angemeldet. Die ARD fordert vom Gebührenzahler 900 Millionen Euro mehr. Das ZDF postuliert einen Zuschlag von 429 Millionen Euro. Damit müsste der Gebührenzahler statt der bisherigen 17,98 Euro monatlich künftig 18,86 Euro zahlen, sollte die KEF der Bedarfanmeldung folgen.

Kommentare (7)

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Gertrud

03.10.2011, 14:13 Uhr

Sparkurs?
ARD und ZDF müssen zurück zur Grundinformation mit jeweils einem Nachrichtensender. Alles Andere ist Konkurrenz mit den Freien Sendern. Dieser Teil von ARD und ZDF gehört herausgelöst und als freue Sender betrieben. Dann wären auch die Gebühren ertragbar und nur noch ein Bruchteil der heutigen!

ARD

03.10.2011, 14:43 Uhr

Die GEZ ist mittlerweile zu einem Staat im Staat mutiert, der sich mit DDR-Methoden gegen die Bevölkerung und gegen die Rundfunkfreiheit wendet!

Viel wurde in letzter Zeit über die GEZ berichtet. Es ist daher mittlerweile allgemein bekannt, dass die Gebührenbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten selbstständige Unternehmer sind, die je nach Jagderfolg bis zu über 25.000 Euro im Monat verdienen können - oder vollkommen leer ausgehen, wenn sie keine Anmeldungen vorweisen können - und bei anhaltend geringen Anmeldezahlen schnell wieder arbeitslos sind. Aber wussten Sie z.B., dass die Gebührenbeauftragten laut ihrer Dienstanweisung sogar Minderjährige verhören dürfen und dass diese ihnen gegenüber zur Auskunft verpflichtet sind - nach der Devise: Kinder sollen ihre Eltern verraten? Und wussten Sie, dass der Verwaltungsgerichtshof München die Verjährung für Gebührennachforderungen außer Kraft gesetzt hat und eine zeitlich unbegrenzte Nachzahlung von säumigen Rundfunkteilnehmern durch die GEZ verlangt werden kann? Wussten Sie, dass die GEZ selbst dann Geld von Firmen eintreibt, wenn diese kurz vor der Insolvenz stehen? Wussten Sie, dass die Rechtskommentare, aus der sich so etwas wie eine herrschende Meinung bildet, nahezu alle von Autoren verfasst sind, die in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der GEZ arbeiten? Der Beck'sche Kommentar zum Rundfunkrecht, das Standardwerk des Rundfunkrechts, hat sogar das Kapitel des Rundfunkgebührenrechts mit 100% dieser Autoren verfassen lassen.

ARD

03.10.2011, 14:43 Uhr

Die GEZ ist mittlerweile zu einem Staat im Staat mutiert, der sich mit DDR-Methoden gegen die Bevölkerung und gegen die Rundfunkfreiheit wendet!

Viel wurde in letzter Zeit über die GEZ berichtet. Es ist daher mittlerweile allgemein bekannt, dass die Gebührenbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten selbstständige Unternehmer sind, die je nach Jagderfolg bis zu über 25.000 Euro im Monat verdienen können - oder vollkommen leer ausgehen, wenn sie keine Anmeldungen vorweisen können - und bei anhaltend geringen Anmeldezahlen schnell wieder arbeitslos sind. Aber wussten Sie z.B., dass die Gebührenbeauftragten laut ihrer Dienstanweisung sogar Minderjährige verhören dürfen und dass diese ihnen gegenüber zur Auskunft verpflichtet sind - nach der Devise: Kinder sollen ihre Eltern verraten? Und wussten Sie, dass der Verwaltungsgerichtshof München die Verjährung für Gebührennachforderungen außer Kraft gesetzt hat und eine zeitlich unbegrenzte Nachzahlung von säumigen Rundfunkteilnehmern durch die GEZ verlangt werden kann? Wussten Sie, dass die GEZ selbst dann Geld von Firmen eintreibt, wenn diese kurz vor der Insolvenz stehen? Wussten Sie, dass die Rechtskommentare, aus der sich so etwas wie eine herrschende Meinung bildet, nahezu alle von Autoren verfasst sind, die in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der GEZ arbeiten? Der Beck'sche Kommentar zum Rundfunkrecht, das Standardwerk des Rundfunkrechts, hat sogar das Kapitel des Rundfunkgebührenrechts mit 100% dieser Autoren verfassen lassen.

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