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14.05.2014

18:55 Uhr

Gefälschte Rechnungen

Telekom warnt vor Schadcodes per Mail

Es sieht aus wie eine Telekom-Rechnung – ist aber ein Schadcode, der den Computer infiziert: Seit Dienstag kursieren Spam-Mails, vor denen noch kein Virenscanner schützt. Zudem sind noch andere Betrügermails im Umlauf.

Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass der Schadcode auch für Betrug mit der virtuellen Währung Bitcoin diene, teilte die Deutsche Telekom mit. dpa

Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass der Schadcode auch für Betrug mit der virtuellen Währung Bitcoin diene, teilte die Deutsche Telekom mit.

BonnDie Deutsche Telekom hat vor gefälschten, per E-Mail verschickten Rechnungen gewarnt. „Einmal mehr versuchen Online-Kriminelle, über gefälschte Telekom-Rechnungen Schadcodes auf Rechnern zu verbreiten“, warnte das Bonner Unternehmen am Mittwoch. Seit Dienstag kursierten zahlreiche Spam-Mails, in denen die Empfänger dazu aufgeforderte würden, über einen Link Informationen abzurufen. Hinter diesem Link verberge sich aber ein als PDF-Datei getarntes Schadprogramm, das von den meisten Virenscannern noch nicht erkannt werde, warnte die Telekom.

Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass der Schadcode auch für Betrug mit der virtuellen Währung Bitcoin diene, teilte der Konzern weiter mit. Kriminelle nutzten vermutlich infizierte Rechner, um für sich selbst massenhaft Bitcoins zu erzeugen.

Neben der Schwemme an falschen Telekom-Rechnungen kommt es derzeit auch zu vermehrten Attacken mit als Fax-Nachricht getarnten Betrüger-Mails, wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilte. „Bei uns häufen sich die Hinweise von aufmerksamen Verbrauchern, die angeblich ein Fax von einer Berliner Nummer erhalten haben“, erklärte Verbraucherschützerin Julia Rehberg. Der E-Mail sei eine Fax-Nachricht in Form einer ZIP-Datei mit einer langen Zahlen-Buchstaben-Kombination beigefügt. Beim Öffnen der Datei erscheine aber kein Fax, sondern es installiere sich ein Schadprogramm auf dem Computer.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Generell solle jeder Nutzer vorsichtig sein, auch wenn er Schutzprogramme wie eine Antiviren-Software auf seinem Rechner installiert habe, mahnte Rehberg. Bei unbekannten Absendern sollten Internet-Nutzer besondere Vorsicht walten lassen. E-Mails mit verdächtigen Anhängen, etwa Dateien mit den Endungen „.zip“ oder „.exe“, gehörten „gänzlich vom Computer entfernt“.

Verschiedene Merkmale können grundsätzlich Hinweise auf eine betrügerische E-Mail geben, wie die Verbraucherzentrale Berlin erklärte. Ein Text in Fremdsprache, Grammatik- oder Rechtschreibfehler sowie fehlende deutsche Sonderzeichen könnten solche Hinweise sein.

Misstrauisch sollten Empfänger auch werden, wenn sie im angeblichen Schreiben etwa von ihrer Bank nur mit „Kunde“ oder „Nutzer“ angesprochen würden. Darüber hinaus sei die Aufforderung, persönliche Daten wie PIN- oder TAN-Nummern einzugeben, ein Warnsignal. Wer unsicher sei, ob eine Mail echt sei oder nicht, solle am besten beim vorgeblichen Absender anrufen und sich erkundigen, riet die Verbraucherzentrale.

Von

afp

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