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19.07.2011

18:49 Uhr

Gegenoffensive

Piel kritisiert Web-TV der Zeitungsverlage

Mit einer Klage gegen die „Tagesschau“-App wollen Deutschlands Verleger die Konkurrenz durch die öffentlich-rechtlichen Sender eindämmen. Nun holt ARD-Vorsitzende Piel zum Gegenschlag aus.

Die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin verteidigt die "Tagesschau"-App. Quelle: dpa

Die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin verteidigt die "Tagesschau"-App.

KölnNach der Klage mehrerer Zeitungshäuser gegen die „Tagesschau“-App hat sich die ARD-Vorsitzende Monika Piel kritisch zum Web-Fernsehen von Zeitungsverlagen geäußert. Die Vorwürfe der Verleger gegen die App könne sie nicht nachvollziehen. „Umgekehrt beobachten wir seit langem, ohne bisher etwas dagegen unternommen zu haben, dass die Verlage Fernsehen im Netz machen“, sagte die WDR-Intendantin dem Medienportal „Meedia“. „Dieses Web-TV ist nicht genehmigtes Fernsehen, weil die Verlage bei der Verbreitung von Rundfunkinhalten im Netz unheimlich viele Auflagen erfüllen müssten.“ 

Im Juni hatten acht Zeitungsverlage Klage gegen die „Tagesschau“-App für Smartphones und den Tablet-Computer iPad eingereicht. Die Texte in der App seien presseähnlich, hieß es zur Begründung. Die kostenlosen Angebote, die mit Rundfunkgebühren finanziert würden, machten den Markt der Verlage kaputt, argumentierten sie. 

Piel sagte dazu im „Meedia“-Interview, den Zeitungen sei es schon lange vor der „Tagesschau“-App nicht gut gegangen. „Ich habe Zweifel, dass die App-Klage Erfolg hat. Ich finde es aber sehr schade, dass man sich über solche Punkte vor Gericht auseinandersetzt.“

Von

dpa

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