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09.09.2016

11:38 Uhr

Geheimniskrämer Apple

Keine frühen Zahlen für das iPhone 7

Apple will beim iPhone 7 im Gegensatz zu den Vorgängermodellen keine Absatzzahlen vom ersten Wochenende veröffentlichen. Anleger reagierten skeptisch - und straften die Aktie des Konzerns ab.

Die iPhone-Verkäufe gehen in diesem Jahr erstmals seit dem Marktstart 2007 zurück. AFP; Files; Francois Guillot

iPhone 7 von Apple

Die iPhone-Verkäufe gehen in diesem Jahr erstmals seit dem Marktstart 2007 zurück.

CupertinoZum Start der Vorbestellungen des neuen iPhone 7 hat Apple überraschend angekündigt, künftig keine Absatzzahlen vom ersten Verkaufswochenende mehr zu veröffentlichen. Der Konzern erklärte am späten Donnerstag, dass die Zahl habe keine Aussagekraft mehr, weil sie nicht von der Nachfrage, sondern von den verfügbaren Stückzahlen bestimmt werde: „Wir sind an einem Punkt, an dem wir vor der ersten Vorbestellung wissen, dass das iPhone 7 ausverkauft sein wird.“ Die Apple-Aktie beendete den US-Handel am Donnerstag mit einem Minus von 2,6 Prozent.

Die Zahlen vom ersten Wochenende galten bisher als erster Indikator für die Verkaufsaussichten der neuen iPhones – schwankten aber auch zum Teil angesichts der Verfügbarkeit in einzelnen Ländern. So setzte Apple vergangenes Mal im Herbst 2015 am ersten Verkaufswochenende 13 Millionen Geräte des Modells iPhone 6S ab – ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den 10 Millionen beim iPhone 6 ein Jahr zu.

Apples iPhone: Vom Pionier zum Kassenschlager

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk.

iPhone 3G

Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS

Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4

Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S

Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5

Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone 5S

Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6

Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S

Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7

Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Doch der Großkonzern verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

Allerdings war das 6S im Gegensatz zum Vorgängermodell gleich zum Start auch in China verfügbar, was den Markt größer machte. Am Ende verkaufte Apple im Weihnachtsquartal mit 74,8 Millionen Geräten des iPhone 6S nur minimal mehr als im Jahr davor.

Die iPhone-Verkäufe gehen in diesem Jahr erstmals seit dem Marktstart 2007 zurück. Im zweiten Quartal etwa gab es einen Absatzrückgang von 15 Prozent auf 40,4 Millionen Geräte. Einige Analysten rechneten für das Startwochenende des diese Woche angekündigten iPhone 7 mit rund zehn Millionen verkauften Geräten.

Von

dpa

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