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29.03.2011

20:43 Uhr

Gemeinsam mit KKR

Bertelsmann will Warner Music kaufen

ExklusivBertelsmann will nach Handelsblatt-Informationen mit dem Finanzinvestor Kohlberg, Kravis & Roberts den kriselnden US-Musikkonzern Warner Music übernehmen. In den nächsten Tagen werden entsprechende Gespräche geführt.

Die Zentrale des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann in Gütersloh. Quelle: dapd

Die Zentrale des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann in Gütersloh.

Zwischen 2,5 und drei Milliarden Dollar wollen Bertelsmann und der Finanzinvestor Kohlberg, Kravis & Roberts (KKR) für den angeschlagenen US-Musikkonzern Warner Music auf den Tisch legen, erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen. In den nächsten Tagen werden in New York entsprechende Gespräche mit Warner Music und der beauftragten Bank Goldman Sachs geführt.

„Unser Chancen liegen bei 60 Prozent, dass wir das Geschäft machen“, sagte ein Beteiligter. Die Prüfung der Bücher (Due Diligence) läuft seit einigen Tagen. Warner Music ist die weltweite Nummer drei im Musikgeschäft und vermarktet Künstler wie Madonna, Eric Clapton und Udo Lindenberg. Der Konzern wollte sich gestern zu einer möglichen Übernahme nicht äußern.

Bertelsmann und KKR sind ausschließlich an dem Musikverlagsgeschäft von Warner Music interessiert. Sollte das Duo bei Warner Music zum Zuge kommen, will es den US-Musikkonzern zerlegen. Den Verkauf von Musik, ob auf CD oder im Internet, könnten sie Konkurrenten wie beispielsweise Universal oder Sony überlassen.

Um das Musikverlagsgeschäft voranzutreiben, gründeten Bertelsmann und KKR bereits vor zweieinhalb Jahren BMG Rights Management. An dem von Berlin aus gelenkten Unternehmen hält KKR 51 Prozent der Stimmrechte und Bertelsmann 49 Prozent.

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