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05.04.2012

10:59 Uhr

Gemeinsame Offerte

Toshiba will mit Rivalen für Elpida bieten

Toshiba will sich laut Medienberichten mit Konkurrent SK Hynix zusammenzutun, um den bankrotten Chiphersteller Elpida aufzukaufen. Mit dem gemeinsamen Gebot wollen die Unternehmen den US-Konzern Micron ausstechen.

Toshiba hat offenbar sein eigenes Angebot für Elpida zurückgezogen. AFP

Toshiba hat offenbar sein eigenes Angebot für Elpida zurückgezogen.

TokioIn den Bieterkampf um den bankrotten Chiphersteller Elpida kommt offenbar Bewegung. Der japanische Chiphersteller Toshiba verzichtet einem Medienbericht zufolge nun auf eine eigene Offerte und wird sich möglicherweise mit dem südkoreanischen Konkurrenten SK Hynix zusammentun und ein gemeinsames Angebot vorlegen. Damit solle der US-Konzern Micron Technology ausgestochen werden, berichtete das japanische Wirtschaftsblatt „Nikkei“ am Donnerstag.

Toshibas alleiniges Angebot habe unter der Micron-Offerte von umgerechnet mindestens 1,38 Milliarden Euro (150 Milliarden Yen) gelegen. Im Rahmen der gemeinsamen Offerte von Toshiba und SK Hynix, habe Toshiba vorschlagen, die Produktion von DRAM-Speicherchips jeweils zur Hälfte zu übernehmen.

Toshiba, Elpida und Hynix wollten den Bericht nicht kommentieren. Micron war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Damit zeichnet sich bei Toshiba ein Strategiewechsel ab.

Zuvor hatte ein Branchenkenner der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass die Japaner eine eigene Offerte eingereicht, sich aber schließlich aus dem Rennen verabschiedet hätten. Elpida hatte Ende Februar Gläubigerschutz beantragt. Der Spezialist für PC-Arbeitsspeicher hatte den Trend zu mobilen Geräten wie Tablet-Computern und Smartphones verpasst und litt unter den Überkapazitäten bei klassischen DRAM-Speichern.

Von

rtr

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