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12.02.2014

17:48 Uhr

Genehmigung durch die KEK

Grünes Licht für N24-Übernahme durch Springer

Erst gab das Bundeskartellamt die Genehmigung, nun auch die Medienkommission KEK: Der Medienkonzern Axel Springer darf den Sender N24 übernehmen. Er soll die Bewegtbilder für die digitalen Angebote liefern.

N24 soll mit der „Welt“-Gruppe zusammengeführt werden. 2006 war Springer bei der Übernahme von ProSiebenSat.1 am Veto des Kartellamts gescheitert. dpa

N24 soll mit der „Welt“-Gruppe zusammengeführt werden. 2006 war Springer bei der Übernahme von ProSiebenSat.1 am Veto des Kartellamts gescheitert.

Berlin/PotsdamDie Übernahme des Nachrichtensenders N24 durch das Medienhaus Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) ist perfekt. Nach dem Bundeskartellamt genehmigte auch die Medienkommission KEK die Transaktion. Wie die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) am Mittwoch in Potsdam weiter mitteilte, übernimmt Springer sämtliche Anteile an der N24 Media GmbH.

Nach den Springer-Plänen soll der Sender die Bewegtbilder für die digitalen Angebote des Medienhauses liefern. 2006 war Springer bei der Übernahme von ProSiebenSat.1 am Veto des Kartellamts gescheitert.

Das Digitalgeschäft von Springer

Alles aufs Internet

Die Wurzeln der Axel Springer AG liegen im Zeitungsgeschäft, doch Konzernchef Mathias Döpfner setzt voll auf das Internet. Er verkaufte die traditionsreichen Regionalzeitungen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“ wie auch die TV-Zeitschrift „Hörzu“ an die Funke-Gruppe. Die Einnahmen will Döpfner ins Digitalgeschäft investieren. Schon jetzt ist der Konzern hier sehr aktiv – nicht nur mit seinen Medienmarken.

Digitaler Journalismus

„Bild“ und „Welt“ sind im deutschsprachigen Internet wichtige Adressen. Die Axel Springer AG bietet einen Teil der Inhalte kostenlos an, hofft aber, den Umsatz mit Bezahlschranken zu steigern. Bei der „Welt“ können Nutzer nur 20 Artikel im Monat kostenlos lesen – ab dem 21. Text müssen sie ein Abo abschließen. Die Online-„Bild“ setzt auf das Freemium-Modell: Ein großer Teil der Inhalte ist kostenlos, für bestimmte Geschichten müssen die Leser zahlen.

Rubrikenanzeigen

Rubrikenanzeigen wandern mehr und mehr ins Internet ab. Die Axel Springer AG will mit Portalen für Immobilien, Jobs und Autoverkäufe von diesem Trend profitieren. Zu den Tochterfirmen gehören beispielsweise Immonet, das Stellenportal Stepstone und das Städteportal meinestadt.de.

Digitale Werbeprospekte

Der Zeitung liegen oft gedruckte Werbeprospekte bei – mit der Tochterfirma Kaufda übertragt Springer das Konzept ins digitale Zeitalter. Nutzer können die Broschüren der Einzelhändler aus ihrer Stadt gebündelt aufrufen und durchsuchen.

Online-Werbung

Mit der Mehrheitsbeteiligung Zanox ist Springer im Online-Marketing aktiv. Der Dienstleister vermittelt über seine Plattform Werbung – Provisionen bekommt er, wenn ein Geschäft zustande kommt. Deswegen ist auch vom erfolgsbasierten Online-Marketing die Rede. Zanox ist nicht nur in Europa, sondern auch in den USA aktiv.

Preisvergleiche

Das Portal idealo.de vergleicht Preise und bündelt Testberichte und Nutzermeinungen zu Produkten. Aktiv ist es in etlichen europäischen Ländern sowie in den USA. Springer gehören 74,9 Prozent des Unternehmens.

Konkurrenz setzt auf Handel und Spiele

Auch andere Medienhäuser suchen nach neuen Einnahmequellen – und entfernen sich dabei noch weiter vom Stammgeschäft. Burda etwa setzt auf den Online-Handel, unter anderem mit Tierfutter. Die TV-Kette Prosieben Sat.1 investiert in Online-Spiele.

Mit der kartell- und medienrechtlichen Freigabe könne Springer nun mit der „Welt“-Gruppe und N24 das Konzept für die Zusammenarbeit entwickeln, erklärte Jan Bayer, Springer-Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der neuen Gruppe. Am 9. Dezember 2013 hatte Springer den Kauf des Nachrichtensenders N24 bekanntgegeben. Das Kartellamt hatte für die Übernahme bereits am 7. Februar die Freigabe erteilt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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TribunalPopular_eu

12.02.2014, 18:41 Uhr

Das Kartell formt sich weiter! Wir haben es auf unserem Radar und werden auch dies eines Tages aufarbeiten, versprochen.

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