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03.05.2012

20:51 Uhr

Geplanter Börsengang

MegaFon beauftragt nur zwei Banken

Goldman Sachs und Morgan Stanley sollen den russischen Mobilfunkriesen an die Londoner Börsen führen. MegaFon hatte mit über einem Dutzend Banken verhandelt. Vier Millionen Euro soll der Börsengang einbringen.

Megafon steht in kyrillischen Buchstaben auf dem Gebäude. Der russische Mobilfunkriese will in London an die Börse gehen. Reuters

Megafon steht in kyrillischen Buchstaben auf dem Gebäude. Der russische Mobilfunkriese will in London an die Börse gehen.

LondonFür seinen geplanten milliardenschweren Börsengang hat der russische Mobilfunker MegaFon offenbar nur zwei Konsortialführer engagiert. Trotz Verhandlungen mit mehr als ein Dutzend Banken hätten lediglich Goldman Sachs und Morgan Stanley den Auftrag bekommen, erfuhr der zu Thomson Reuters gehörende Informationsdienst IFR am Donnerstag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

Damit habe das Unternehmen einige große Geldhäuser brüskiert, die sich Hoffnungen auf das lukrative Geschäft gemacht hätten. Dazu zählten den Kreisen zufolge Bank of America, Barclays, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, JP Morgan, UBS, Sberbank, VTB und Renaissance Capital.

MegaFon will bei dem größtem Börsengang in Europa seit einem Jahr bis zu vier Milliarden Dollar einnehmen. Die Nummer Zwei auf dem russischen Markt peilt den Aktienmarkt in London für sein Debüt an. Goldman Sachs, Morgan Stanley und MegaFon wollten die Informationen nicht kommentieren. Geplant ist, 20 Prozent der Megafon-Aktien an die Börse zu bringen.

Nach Informationen von Insidern dürfte Megafon auf eine Marktkapitalisierung von 20 Milliarden Dollar kommen und wäre damit sogar etwas mehr wert als die Rivalen MTS und Vimpelcom. MegaFon befindet sich mehrheitlich im Besitz des skandinavischen Telekomkonzerns TeliaSonera. Im vergangenen Jahr verdienten die Russen umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro.

Von

rtr

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