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31.10.2014

14:52 Uhr

Geplanter Börsengang

Samsung bringt seine IT-Tochter an die Börse

Samsung plant einen 900 Millionen Dollar schweren Börsengang für seine IT-Tochter IDS. Die Erstnotiz wäre eine der größten Südkoreas seit vier Jahren. Samsung plant alle Anteile abzustoßen.

Der südkoreanische IT-Gigant Samsung möchte sich von seiner IT-Tochter trennen. Diese soll am 14. November an die Börse. dpa

Der südkoreanische IT-Gigant Samsung möchte sich von seiner IT-Tochter trennen. Diese soll am 14. November an die Börse.

SeoulDie südkoreanische Samsung-Gruppe will ihre IT-Dienstleistungs-Tochter IDS im November an die Börse bringen. Damit sollen bis zu umgerechnet 900 Millionen Euro erlöst werden, wie IDS am Freitag mitteilte. Zusammen mit der Samsung-Gesellschaft Cheil Industries, die im Dezember an die Börse strebt, wäre die Erstnotiz von IDS eine der größten Südkoreas seit vier Jahren.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Im Rahmen des Börsengangs werde Samsung Electro-Mechanics seinen kompletten Anteil abgeben, hatte SDS erklärt. Alle anderen Anteilseigner, darunter der weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung Electronics, behielten ihre Aktienpakete. Neue Papiere würden nicht ausgegeben. Die Erstnotiz sei für den 14. November geplant, sagte ein Sprecher.

Von

rtr

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