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25.05.2012

19:38 Uhr

Gerichtsurteil

Abwerbeversuche über Xing können teuer werden

Immer mehr Unternehmen suchen ihre Mitarbeiter inzwischen über Karriereplattformen wie Xing. Doch wer dabei auf unlautere Abwerbemethoden setzt, kann künftig dafür zur Kasse gebeten werden.

Der Verurteilte hatte versucht, einen Beschäftigten über das Karrierenetzwerk Xing abzuwerben. dpa

Der Verurteilte hatte versucht, einen Beschäftigten über das Karrierenetzwerk Xing abzuwerben.

HeidelbergWer über das Internet versucht, Beschäftigte auf unlautere Weise abzuwerben, muss mit Geldstrafen rechnen. Das Landgericht Heidelberg verurteilte am Freitag den Mitarbeiter eines Unternehmens, weil er sich in über die Internet-Geschäftsplattform Xing verschickten Nachrichten an Mitarbeiter eines Wettbewerbers abfällig über diesen äußerte. Der Verurteilte muss drei Viertel der Gerichtskosten tragen und 600 Euro an den Kläger zahlen. Zudem muss er die Anwaltskosten des Klägers begleichen, der zunächst erfolglos eine Unterlassungserklärung verlangt hatte. (Az: 1 S 58/11)

Die Nachrichten hatte der Absender nach Gerichtsangaben über das Profil der Firma verschickt, für die er arbeitet. Er schrieb demnach, „Sie wissen ja hoffentlich, in was für einem Unternehmen Sie gelandet sind. Ich wünsche Ihnen einfach mal viel Glück. Bei Fragen gebe ich gerne Auskunft.“ Diese Formulierung wertete das Gericht als „wettbewerbswidrige Herabsetzung“ des Arbeitgebers der Empfänger. Zudem könne die Wortwahl nur als Abwerbeversuch verstanden werden. Dieser sei wegen der „unlauteren Begleitumstände“ aber unzulässig.

Von

afp

Kommentare (1)

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kossi

25.05.2012, 21:35 Uhr

Komische Überschrift. Unlautere Methoden und Abwertungen sind immer eine gefährliche und abmahnfähige Art, jemanden abzuwerben. Da ist das eins, ob das LinkedIn, Xing, Twitter oder handelsblatt.com ist.

Na ja, Klicks zählen überall....
lG
Stephan

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