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01.10.2011

12:21 Uhr

Gerüchte um Insolvenz

Kodak wehrt sich nach heftigem Aktiensturz

Aufregung um Kodak: Der 131 Jahre alte Fotokonzern muss sich gegen einen Bericht über Insolvenz-Überlegungen zur Wehr setzen. Die Aktie war am Freitag im freien Fall. Die Dementis des Fotokonzerns klingen vorsichtig.

Turbulente Zeiten für den 131 Jahre alten Fotokonzern Kodak. dapd

Turbulente Zeiten für den 131 Jahre alten Fotokonzern Kodak.

New YorkDer Fotopionier Kodak steckt in einer tiefen Krise. Der US-Konzern betonte zwar nach einem dramatischen Kurssturz der Aktie, keine Insolvenz anmelden zu wollen. Kodak dementierte aber nicht ausdrücklich einen Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, wonach ein Antrag geprüft worden sei. Die Aktie schmolz nach dem Bloomberg-Bericht förmlich dahin: Zum Handelsschluss am Freitag verlor sie fast 54 Prozent auf 0,78 Dollar. Nach der Kodak-Stellungnahme erholte sich das Papier nachbörslich wieder um gut 35 Prozent.

„Kodak will allen seinen Verpflichtungen nachkommen und hat keine Absicht, einen Insolvenzantrag zu stellen“, erklärte das Unternehmen. Kodak dementierte den Bericht über die Überlegungen zugleich nicht ausdrücklich: „Es ist nicht ungewöhnlich für ein Unternehmen im Wandel, alle Optionen zu prüfen und eine Vielfalt externer Berater zu engagieren.“ Auch die Stellungnahme eines Sprechers im „Wall Street Journal“ klang dank einer zeitlichen Einschränkung sehr vorsichtig: „So wie wir heute hier sitzen, hat das Unternehmen keine Absicht, Insolvenz anzumelden.“ Auf direkte Nachfrage von Bloomberg weigerte er sich zu sagen, ob über einen Antrag gesprochen worden sei.

Bloomberg hatte unter Berufung auf drei informierte Personen geschrieben, Kodak prüfe einen Insolvenzantrag. Auslöser für die Überlegungen sei der laufende Verkauf seines Patent-Portfolios. Mögliche Käufer machten sich Sorgen, da ein Verkauf als betrügerisch eingestuft werden könne, falls Kodak tatsächlich insolvent sei, hieß es zur Begründung. Dann könnten Gläubiger mit dem Vorwurf klagen, dem Unternehmen seien Werte entzogen worden. Am Samstag wolle Kodak die nächste fällige Zahlung von 14 Millionen Dollar zur Bedienung seiner Schulden leisten, sagte der Sprecher Bloomberg.

Kodak bestätigte Informationen von Bloomberg und des „Wall Street Journal“, dass unter den externen Beratern auch die Restrukturierungsexperten der Anwaltskanzlei Jones Day seien. Die Firma berät Unternehmen bei Insolvenzverfahren, aber auch zu anderen Wegen, ihre Finanzen zu verbessern.

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