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24.03.2006

11:34 Uhr

Geschäft brummt, Aktie steigt

United Internet jagt von Rekord zu Rekord

Der Internetdienstleister United Internet hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von 69 Prozent hingelegt. Das Unternehmen mit seinen Marken 1&1, GMX und Web.de hat für das laufende Jahr ehrgeizige Ziele. Die Börsianer schenken den Prognosen Glauben.

HB FRANKFURT. Der Gewinn sei um 33,8 Mill. Euro auf 57,1 Mill. Euro geklettert, teilte das TecDax-Schwergewicht am Freitag in Frankfurt bei der Bilanzpressekonferenz mit. Alle anderen relevanten Unternehmensdaten wurden bereits im Februar veröffentlicht. Der Umsatz war demnach 2005 um 57 Prozent auf 801,3 Mill. Euro gestiegen; das Vorsteuerergebnis legte um 43 Prozent auf 100,8 Mill. Euro zu.

Im kommenden Jahr rechnet United Internet mit einem stärkeren Wachstum als bislang prognostiziert. „Wir wollen beim Umsatz, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und Gewinn vor Steuern um rund 50 Prozent zulegen“, sagte Unternehmenschef, Gründer und Großaktionär Ralph Dommermuth am Freitag in Frankfurt. Die Aktie des TecDax-Schwergewichts legte im frühen Handel zu und näherte sich damit dem Rekordhoch aus dem Jahr 2000.

„Beim Umsatz peilen wir jetzt die Marke von 1,2 Mrd. Euro an“, sagte Dommermuth am Freitagmorgen in einem Interview mit dem Fernsehsender N-TV. Bislang hatte United Internet einen Anstieg auf mehr als 1 Mrd. Euro angepeilt. Auch Experten hatten bislang mit einem Umsatzanstieg auf lediglich 1,12 Mrd. Euro für 2006 gerechnet.

Beim Ebitda peilt United Internet der Prognose zufolge einen Anstieg auf mindestens 193 Mill. Euro an, nachdem es in 2005 um 18 Prozent auf 128,9 Mill. Euro geklettert war. Die 2006er-Prognose liegt damit im Rahmen der Analystenerwartung, während der 2005er-Wert etwas unter der durchschnittlichen Prognose der Experten lag. Vor Steuern soll der Gewinn der Unternehmensprognose zufolge mindestens auf 151,5 Mill. Euro steigen.

Die Zahl der Kundenverträge soll 2006 auf mehr als 6 Mill. steigen. Im vergangenen Jahr sei diese getrieben von einem starken DSL-Geschäft – wo United Internet nach T-Online der zweitgrößte Anbieter hierzulande ist – um 45 Prozent auf 5,08 Mill. geklettert. Die viel beachtete Zahl der DSL-Kunden stieg im vergangenen Jahr um 68 Prozent oder 710 000 auf 1,76 Millionen. Im laufenden Jahr will Dommermuth früheren Aussagen zufolge den Marktanteil bei den Neukunden halten. Dies wären rund 600 000 neue DSL-Kunden.

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