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02.01.2013

21:47 Uhr

Gescheiterte Apple-Klage

Amazon darf weiter für Android werben

Apple beharrt darauf, den Namen „App Store“ exklusiv verwenden zu dürfen. Ein deswegen eingeleitetes Verfahren wegen irreführender Werbung gegen Amazon ist nun gescheitert. Der Streit ist damit aber noch nicht beendet.

Apps für Androis gibt es schon lange. Doch darf es auch einen „App Store“ geben? dapd

Apps für Androis gibt es schon lange. Doch darf es auch einen „App Store“ geben?

San FranciscoIm Streit mit Apple um den Begriff Appstore hat der Online-Einzelhändler Amazon in den USA zumindest den Vorwurf irreführender Werbung entkräften können. Eine kalifornische Richterin entschied, Apple habe die Anschuldigungen nicht belegen können. Zugleich geht das Verfahren um Apples schwerer wiegenden Vorwurf einer Verletzung von Markenrechten weiter.

Amazon hatte im März 2011 eine Plattform mit Anwendungen für das Google-Betriebssystem Android unter dem Namen Appstore gestartet und war deswegen von Apple verklagt worden. Der iPhone-Konzern machte seine Rechte auf den Namen „App Store“ geltend. Amazon konterte, die Bezeichnung stehe inzwischen generell für eine Download-Plattform für Apps.

Die größten Handyhersteller

Markt im Wandel

Der Handy-Markt ist im Umbruch: Smartphones verdrängen einfache Mobiltelefone, Samsung gelingt es am besten, sich auf diesen Trend einzustellen. Dagegen kommt kein anderer an – weder Nokia, die einstige Nummer 1, noch Apple mit seinem iPhone.

Samsung

Samsung ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Der südkoreanische Hersteller verkaufte im dritten Quartal 2012 knapp 98 Millionen Geräte, wie der Marktforscher Gartner berichtet. Das entspricht einem Marktanteil von 22,9 Prozent. Auch im lukrativen Smartphone-Markt ist der Konzern gut aufgestellt, er setzte 55 Millionen Geräte ab.

Nokia

Der einstige Weltmarktführer Nokia lässt Federn. Im dritten Quartal 2012 verkaufte er nur noch 82 Millionen Handys (19,2 Prozent Marktanteil). Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 105 Millionen Geräte. Darunter waren laut Gartner aber nur 7,2 Millionen Smartphones, die deutlich mehr abwerfen als die Günstig-Handys.

Apple

Apple verkaufte im dritten Quartal 23,6 Millionen Smartphones, ein deutlicher Zuwachs von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Handymarkt hält Apple 5,5 Prozent Marktanteil, im lukrativen Smartphone-Markt sogar 13,9 Prozent.

Research in Motion

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt ebenso wie Nokia tief in der Krise. Die Kanadier setzten im dritten Quartal 2012 rund 9 Millionen ihrer E-Mail-Maschinen ab, rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil bei den Handys ist auf 2,1 Prozent geschrumpft, bei den Smartphones sind es immerhin noch 5,3 Prozent.

Sonstige

Der Handymarkt ist schwer umkämpft, Traditionsunternehmen wie Aufsteiger buhlen um die Gunst der Käufer. Der chinesische Hersteller ZTE verkaufte im dritten Quartal 16,7 Millionen Geräte (3,9 Prozent Marktanteil), Huawei 12 Millionen Handys (2,8 Prozent). LG wurde 14 Millionen Geräte los (3,3 Prozent), die Google-Tochter Motorola 8,6 Millionen (2 Prozent), dicht gefolgt von HTC mit 8,4 Millionen.

Einer der Apple-Vorwürfe war bewusste irreführende Werbung, weil Kunden durch den Namen der Amazon-Plattform verwirrt würden. Die Richterin Phyllis Hamilton befand jedoch in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung, Apple habe dies nicht nachweisen können und folgte Amazons Antrag, die Vorwürfe zu streichen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Mintkatze

03.01.2013, 15:51 Uhr

Bauz, da liegt Apple auf der Nase *Aua* [Ironie an] armes Apple[Ironie aus]. In dieser Sache hat Apple hier nicht "eine Schlappe" sondern eine dicke Niederlage erlitten und sich darüber hinaus auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben. Warum??

Weil die wohl so doof waren und geglaubt haben, wir User wüssten nicht, woher der Begriff App-Store kommt. Aber dass wissen wir sehr wohl! App-Store kommt von Application-Store (zu deutsch: Anwendungs-Store), was eine Plattform darstellt, die mit dem Internet vernetzt ist und auf der man Anwendungen für PC, Notebooks, Tablets, etc einkaufen kann. Daher: dieser Begriff hat rein gar nichts mit Apple zu tun und kann auch nicht verwechselt werden.

Daher hat Apple wohl nicht geglaubt, dass wir User ebenfalls bereits über gewisse Computerskills und ein ausgedehntes PC-Fachvokabular verfügen. Falsch gedacht, Apple und "Fettnäpchen Frischling" sage ich dazu nur noch.

Außerdem frage ich die Firma Apple ganz ehrlich: habt ihr wirklich geglaubt, wir wären so doof und würden auf eure Aussage hier hereinfallen?? Und habt ihr wirklich geglaubt, wir wären so unterbelichtet in Sachen Intelligenz??

Und als kleine Zusatzinformation von mir an Apple: nicht nur das Apple-System hat einen App-Store, nein auch andere Betriebssysteme für PC, Notebooks, Tablets, etc haben solche App-Stores: Ubuntu mit seinem UbuntuSoftwareCenter, Google, Android und (ab Windows8) sogar Windows.

Damit kann weder der Begriff App-Store noch der Begriff Anwendungs-Store geschützt werden, weil das generelle technische Terminologie ist.

Daher habt ihr hier nicht nur eine faustdicke Niederlage kassiert, sondern ihr habe euch auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben. Denn: merkt ihr nicht, dass die User über euch genauso wie über Microsoft schon lange lachen?? Daher wird ein Weiterbetreiben dieser dümmlichen Klage von euch nur dazu führen, dass euer früherer Stern nun schon sehr bald mit einem lauten Donnerhall zerplatzen und verglühen wird!!

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