Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2013

14:07 Uhr

Gesellschafter-Streit

Suhrkamp-Verlegerin will Kompromiss erreichen

Im Machtkampf um den Suhrkamp-Verlag strebt Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz einen Kompromiss mit dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach an. Anstehende Gerichtsverfahren sollen vorerst ausgesetzt werden.

Ulla Unseld-Berkéwicz strebt einen Kompromiss mit Hans Barlach an. dapd

Ulla Unseld-Berkéwicz strebt einen Kompromiss mit Hans Barlach an.

HamburgSuhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz strebt im Streit mit Minderheitsgesellschafter Hans Barlach Kompromissgespräche an. Ihre Seite habe deshalb vorgeschlagen, anstehende Gerichtsverfahren „vorerst auszusetzen, um diesen Gesprächen den nötigen Raum zu geben", sagte Unseld-Berkéwicz der Wochenzeitung „Die Zeit" laut Vorabbericht vom Mittwoch. „An einem Kompromiss muss gemeinsam gearbeitet werden, und deshalb haben die Gesellschafter nun auch gemeinsam vermittelnde Gespräche ins Auge gefasst", fügte sie hinzu.

Das nächste Gerichtsverfahren in dem seit Jahren schwelenden Streit zwischen der Witwe des früheren Verlegers Siegfried Unseld, die über eine Familienstiftung 61 Prozent der Anteile des Verlags hält, und dem Unternehmer Barlach, dessen Medienholding Winterthur mit 39 Prozent Minderheitsgesellschafter des Verlags ist, steht am 13. Februar an.

Barlach und die Familienstiftung klagen vor dem Landgericht Frankfurt am Main gegenseitig auf Ausschluss aus der Gesellschaft. Für den Fall, dass er hierbei unterliegt, beantragte Barlach beim Gericht die Auflösung der Kommanditgesellschaft. Mit Blick auf dieses Verfahren sagte die Verlegerin: „Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Auflösung des Verlages gibt."

Bereits im Dezember hatte das Landgericht Berlin in einer anderen Streitigkeit entschieden, dass Unseld-Berkéwicz von der Verlagsgeschäftsführung abberufen werden muss. Anlass war eine Klage Barlachs, wonach die Geschäftsführung Räume im Haus der Verlegerin Unseld-Berkéwicz für Events angemietet, damit Privates und Geschäftliches vermischt und dem Verlag geschadet habe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×