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04.01.2013

14:21 Uhr

Gesellschafter-Zerwürfnis

Suhrkamp-Autoren fordern Lösung im Verlagsstreit

Der Kampf um den Suhrkamp-Verlag ruft nun auch die Schriftsteller auf den Plan. 160 Wissenschaftsautoren des Verlags fordern eine gütliche Einigung im Gesellschafterstreit. Sie fürchten um die Existenz des Verlags.

Der Kampf um den Suhrkamp-Verlag ruft nun auch die Autoren auf den Plan. Sie fordern einen Kompromiss zwischen Verlegerin und Minderheitsgesellschafter. dpa

Der Kampf um den Suhrkamp-Verlag ruft nun auch die Autoren auf den Plan. Sie fordern einen Kompromiss zwischen Verlegerin und Minderheitsgesellschafter.

BerlinIn einem Appell „Eigentum verpflichtet“ haben mehr als 160 Wissenschaftsautoren des Suhrkamp-Verlags eine gütliche Lösung im Gesellschafterstreit gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören so renommierte Professoren wie Jürgen Habermas, Ulrich Beck, Dieter Henrich und der kanadische Philosoph Charles Taylor, wie der Frankfurter Sozialphilosoph Axel Honneth am Freitag als Organisator mitteilte.

„Es erfüllt uns mit großer Sorge, dass die Existenz des wichtigsten Forums für kritische Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland vom Ausgang eines Rechtsstreits abhängig gemacht wird, in dem zwei Parteien ihre Konflikte mit Mitteln zu lösen versuchen, die dafür ungeeignet sind“, schreiben die Unterzeichner. „Wir appellieren an beide Seiten, dieses einzigartige Gebilde nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.“

Zwischen Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz (61 Prozent) und dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach (39 Prozent) tobt seit langem ein erbitterter Streit. Derzeit versuchen beide vor Gericht, sich gegenseitig als Gesellschafter auszuschließen. Im schlimmsten Fall droht die Auflösung des renommierten Verlags.

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Die Mitarbeiter des Suhrkamp-Verlags fürchten das Durchgreifen von Gesellschafter Barlach.

Die Einschaltung des früheren Kulturstaatsminister Michael Naumann als Vermittler war kürzlich gescheitert. Barlach hatte ihn abgelehnt, weil er bereits offen für die andere Seite Partei ergriffen habe. „Wir begrüßen die Suche nach einem Vermittler, der für beide Seiten akzeptabel ist“, schreiben die Autoren und Übersetzer des Wissenschaftsprogramms jetzt in ihrem Appell.

Von

dpa

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