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31.05.2014

02:26 Uhr

Gesetzesänderung

12.000 wollen von Google „vergessen“ werden

Bereits am ersten Tag wollen Tausende, dass Google Links zu Inhalten über sie löscht. Dies hatte Google nach einem Gesetzesentscheid am Freitag möglich gemacht – und dabei versehentlich ein anderes Gesetz gebrochen.

Europäer haben nach einem Gerichtsentscheid das „Recht auf Vergessenwerden“ auf Google und Co. Reuters

Europäer haben nach einem Gerichtsentscheid das „Recht auf Vergessenwerden“ auf Google und Co.

Mountain ViewBei Google sind am ersten Tag rund 12.000 Anträge europäischer Bürger auf Löschung von Suchergebnissen über sie eingegangen. Das teilte der Internet-Konzern am Freitag unter anderem der Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit.
Google hatte am Morgen als Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Recht auf Vergessenwerden im Internet ein entsprechendes Formular freigeschaltet.

Datenschutz-Faux-pas

Nach Kritik des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar änderte der Konzern das Formular im Laufe des Tages in einem wichtigen Punkt. Der in Deutschland für Google zuständige Datenschützer hatte vor allem bemängelt, dass Google zum Hochladen der Kopie eines Personalausweises aufrief.
Die automatisierte Speicherung des Personalausweises durch nicht-öffentliche Stellen sei laut Gesetz nicht zulässig, erklärte er. Nun heißt es auf der Webseite lediglich: „Fügen Sie bitte eine lesbare Kopie eines Sie identifizierenden Dokuments bei.“

Nach EuGH-Urteil: Google wird mit Löschanträgen überhäuft

Nach EuGH-Urteil

Google wird mit Löschanträgen überhäuft

Offenbar ist das Bedürfnis groß, Spuren im Netz zu verwischen. Nach dem EuGH-Urteil haben viele Menschen gegenüber Google von ihrem neuen Recht Gebrauch gemacht, Hinweise auf Webseiten löschen zu lassen.

Der EuGH hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen.
Google müsse die Verweise aus seiner Ergebnisliste entfernen, wenn dort enthaltene Informationen das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzen. Die Informationen können dabei auch weiterhin im Netz verfügbar bleiben.

Von

dpa

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