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24.07.2014

16:09 Uhr

Gespräche mit Finanzbranche

Apple arbeitet an digitaler Brieftasche

Führt Apple bald seine digitale Brieftasche ein? Der Konzern spricht offenbar mit der Finanzbranche, um die nächste Generation des iPhone als Zahlungsmittel einsetzen zu können. Dafür würde Apple das Gerät aufrüsten.

Das iPhone als mobiles Zahlungsmittel? Apple plant wie andere Anbieter auch das Einführen einer Möglichkeit, im Geschäft mit dem Smartphone statt mit Bargeld oder Karte zu bezahlen. AFP

Das iPhone als mobiles Zahlungsmittel? Apple plant wie andere Anbieter auch das Einführen einer Möglichkeit, im Geschäft mit dem Smartphone statt mit Bargeld oder Karte zu bezahlen.

San FranciscoDie Spekulationen über einen Mobil-Bezahldienst von Apple bekommen neuen Auftrieb. Der Konzern habe Gespräche mit der Finanzbranche über eine digitale Brieftasche im iPhone beschleunigt, schrieb die Technologie-Nachrichtenseite „The Information“ unter Berufung auf informierte Personen. Dabei sei es auch um einen möglichen Start bereits in diesem Herbst gegangen. Unter den Partnern sei der Kreditkarten-Konzern Visa.

Apple habe in den Verhandlungen in Aussicht gestellt, dass das nächste iPhone-Modell den NFC-Nahfunk unterstützen werde, schrieb „The Information“ am späten Mittwoch weiter. Bisher verzichtete Apple beim iPhone auf NFC-Chips, während Rivalen wie Samsung sie einbauen.

Apple verfügt über eine solide Basis von rund 800 Millionen Kunden, die ihre Kontoinformationen bereits in der iTunes-Plattform hinterlegt haben. Konzernchef Tim Cook hatte bereits Anfang des Jahres Interesse am Geschäft mit Bezahldiensten signalisiert. Unter anderem sei der Fingerabdruck-Sensor im iPhone 5s mit Blick darauf entwickelt worden, sagte er. Über konkrete Pläne wurde bisher jedoch nichts bekannt. Mit einem solchen Dienst könnten Nutzer im Laden über das Telefon statt mit Bargeld oder Karte bezahlen.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Aktuell versuchen unter anderem Mobilfunk-Anbieter, eigene digitale Portemonnaies zu etablieren. Google experimentiert in den USA seit mehreren Jahren mit einem solchen Angebot, das bisher jedoch wenig Verbreitung fand. Vor wenigen Tagen startete auch der Online-Händler Amazon eine Geldbörsen-App.

Von

dpa

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