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14.01.2010

22:42 Uhr

Gewinn explodiert

Intel knüpft nahtlos an Boomzeiten an

Dank der steigenden Nachfrage nach Computern hat der weltgrößte Chiphersteller Intel eine regelrechte Gewinnexplosion verzeichnet und die Wirtschaftskrise damit endgültig hinter sich gelassen. Auch im laufenden Jahr soll die gute Entwicklung anhalten. Der Konzern will weiter wachsen, Konkurrent AMD könnte bei technische Innovationen vollends den Anschluss verlieren.

Intel-Chef Paul Ottelini: "Mikroprozessoren sind in unserer modernen Welt unersetzlich". dpa

Intel-Chef Paul Ottelini: "Mikroprozessoren sind in unserer modernen Welt unersetzlich".

HB SANTA CLARA. Im vierten Quartal verdiente Intel unter dem Strich mit knapp 2,3 Mrd. Dollar wieder so viel wie zu seinen Glanzzeiten. "Mikroprozessoren sind in unserer modernen Welt unersetzlich", begründete Konzernchef Paul Ottelini am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Santa Clara den steilen Wiederaufstieg.

Vor allem die gestiegenen IT-Investitionen der Unternehmen in neue Hardware machten sich bemerkbar. Vor einem Jahr hatte die Flaute den Gewinn noch auf 234 Mill. Dollar schrumpfen lassen. Der Umsatz verbesserte sich um 28 Prozent auf 10,6 Mrd. Dollar. Im laufenden Jahr wird die gute Entwicklung nach Ottelinis Einschätzung anhalten.

Expertenerwartungen bei weitem übertroffen

Die bereits hochgesteckten Erwartungen der Experten übertraf Intel mit seiner Bilanz bei weitem. Nachbörslich stieg der Kurs um gut zwei Prozent. Das kann Signalwirkung haben: Der Branchenprimus gilt wegen seiner Größe als wichtiger Gradmesser für den gesamten Halbleiter- Markt. Und weil Chips mittlerweile in immer mehr Geräten des täglichen Lebens eingebaut werden, auch für die Wirtschaft generell.

Nicht einmal eine teure Einigung mit dem Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) konnte Intels Bilanz letztlich trüben. Die beiden Konzerne hatten sich unfairen Wettbewerb und Patentklau vorgeworfen. Intel geriet während des jahrelangen Streits immer mehr in die Defensive und musste dem viel kleineren Konkurrenten am Ende 1,25 Mrd. Dollar zahlen. Einsparungen dämpften aber den Effekt auf Intels Gewinn ab.

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