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01.02.2008

12:27 Uhr

Gewinn gesteigert

Finanzkrise belastet Grenkeleasing kaum

Der IT-Vermieter GrenkeLeasing hat die Finanzkrise bislang weitgehend unbeschadet überstanden. Die Beschaffung von Geld sei zwar teurer geworden, aber Grenke habe die höheren Kosten an die Kunden weitergeben können. Den Gewinn konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr sogar steigern.

HB FRANKFURT. Der Gewinn kletterte 2007 um fünf Prozent auf 32,1 Millionen Euro. Die von der Familie Grenke kontrollierte Firma profitierte dabei auch von einem Steuereffekt. Für das laufende Jahr erwartet Grenkeleasing einen weitgehend stabilen Gewinn. Die Grenke-Aktie legte zum Handelsauftakt um 4,3 Prozent auf 21,75 Euro zu.

"In Anbetracht der Krise an den Finanzmärkten hat sich unser Risikomanagement bewährt. Es war jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden", sagte der stellvertretende Vorstandschef Uwe Hack. Grenkeleasing vermietet Computer, Kopierer, Drucker, Telefone und Software, zumeist an kleine und mittelständische Firmen. Um den Kauf der Ausrüstung zu finanzieren, ist Grenke auch auf Fremdkapital angewiesen. Durch die hohe Nachfrage nach Hard- und Software vor allem im Ausland brummt das Neugeschäft: Die Kosten für neu erworbene Leasing-Gegenstände und Forderungen kletterten um knapp elf Prozent auf 509 Millionen Euro. Im neuen Jahr soll es erneut um mehr als zehn Prozent wachsen.

Operativ drückten 2007 die Kosten des Wachstums im Ausland auf den Gewinn. Vor Zinsen und Steuern blieben 45,2 Millionen Euro in der Kasse, knapp drei Millionen weniger als im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 47,1 Millionen Euro gerechnet. Für 2008 erwartet Grenkeleasing keine großen Sprünge und geht von einem Überschuss zwischen 30,6 und 33 Millionen Euro aus. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die Wirtschaft nicht abkühle und sich die Bedingungen für den An- und Verkauf von Forderungen nicht verschlechterten - etwa in "einer längeren Subprime-Krise mit einer entsprechenden Belastung der Refinanzierungskosten", warnte Grenkeleasing.

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