Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.05.2012

19:11 Uhr

Gewinn gesteigert

Freenet übertrifft die Erwartungen

Die Zahlen von Freenet liegen über den Schätzungen der Analysten. Der Mobilfunkanbieter, bekannt durch die Marke Mobilcom-Debitel, hat seinen Gewinn im ersten Quartal um mehr als 50 Prozent gesteigert.

Freenet-Vorstandschef Christoph Vilanek: Die Zahlen stimmen. dpa

Freenet-Vorstandschef Christoph Vilanek: Die Zahlen stimmen.

FrankfurtDer Mobilfunkanbieter Freenet hat seinen Gewinn im ersten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg auf 85,1 (Vorjahr 78,4) Millionen Euro, wie Freenet am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss legte um 56 Prozent auf 40,6 Millionen Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Ebitda von 80,6 Millionen und einem Überschuss von 37,1 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz in den ersten drei Monaten verringerte sich um 5,7 Prozent auf 744,2 Millionen Euro.

Das Unternehmen bekräftigte seinen Ausblick. Für 2012 und 2013 strebt Freenet eine Stabilisierung des Konzernumsatzes auf dem Niveau von 2011 an. Der Konzern erwartet für beide Geschäftsjahre ein Konzern-Ebitda von 340 (2011: 337,4) Millionen Euro sowie einen Free Cashflow von 240 Millionen Euro.

Kampfabstimmung: Drillisch siegt im Machtkampf gegen Freenet

Kampfabstimmung

Drillisch setzt sich gegen Freenet durch

Es gab eine Kampfabstimmung über die künftige Zusammenstellung des Aufsichtsrates.

Freenet - bekannt durch die Marke Mobilcom-Debitel - gehört zu den letzten großen Mobilfunkanbietern ohne eigenes Netz in Deutschland. Das Unternehmen kauft den deutschen Netzbetreibern Telefonminuten und Datenpakete in großem Stil ab und vermarktet diese unter eigenem Namen. Freenet will lukrative Vieltelefonierer als Kunden halten und sich nicht mehr auf Rabattschlachten einlassen. Ende März zählte der Konzern 14,74 Millionen Mobilfunk-Kunden. Für 2012 erwartet Freenet stabile Kundenzahlen und für 2013 ein leichtes Wachstum.

Größter Freenet-Aktionär ist Drillisch. Der Rivale war auf einer turbulenten Hauptversammlung am Mittwoch damit gescheitert, drei Gefolgsleute im Freenet-Aufsichtsrat durchsetzen. Es wurden nur zwei. Drillisch strebt nach Reuters-Information die Kontrolle bei Freenet an, um sich später von ihr kaufen zu lassen. Drillisch-Chef Paschalis Choulidis bezeichnete die Behauptung, er plane ein solches Reverse-Takeover, als "Polemik". Das Unternehmen hält knapp ein Viertel der Freenet-Anteile.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×