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07.10.2014

14:11 Uhr

Gewinneinbruch bei Samsung

Smartphone-Geschäft schwächelt

Schärfere Konkurrenz aus China und das nachlassende Geschäft mit Smartphones machen Samsung zu schaffen: Das südkoreanische Unternehmen erwartet für das dritte Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang.

Eine Samsung-Filiale in Seoul: Der Konzern sieht sich bei Smartphones verschärfter Konkurrent in China ausgesetzt. AFP

Eine Samsung-Filiale in Seoul: Der Konzern sieht sich bei Smartphones verschärfter Konkurrent in China ausgesetzt.

SeoulDer schärfere Wettbewerb bei Smartphones drückt den Gewinn des Weltmarktführer Samsung. Das operative Ergebnis des südkoreanischen Technologie-Konzerns für das dritte Quartal fiel im Jahresvergleich um rund 60 Prozent. Es ist der vierte Quartalsrückgang in Folge.

Der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Quartal werde auf 4,1 Billionen Won (etwa 3,1 Mrd Euro) geschätzt, teilte der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten am Dienstag mit. Der Umsatz werde bei 47 Billionen Won liegen, nach rund 59 Billionen Won im dritten Quartal 2013. Endgültige Zahlen, den Überschuss eingeschlossen, will Samsung wie üblich erst später im Monat nachliefern.

Die Unsicherheiten im Geschäfts mit IT und mobiler Kommunikation wie Handys, Netzwerken und digitaler Bildverarbeitung dauerten im vierten Quartal 2014 an, hieß es einer Mitteilung von Samsung.

Zwar habe sich der Smartphone-Absatz im Zeitraum zwischen Juli und September „inmitten eines intensiven Wettbewerbs leicht erhöht“. Doch das Betriebsergebnis sei infolge höherer Marketingausgaben und eines niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreises zurückgegangen. Bei den Modellen im oberen Preissegment sei der Absatz gesunken. Gleichzeitig seien die Preise für ältere Modelle gefallen.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Der schlechtere Ergebnisausblick kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Der Wettbewerb im Smartphone-Markt ist schärfer geworden. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig, wie Markterhebungen in Indien und China zeigen. Daneben verzeichnete Apple mit seinen neuen iPhone-Modellen im Oberklasse-Segment große Absatzerfolge. Damit nehmen die Rivalen Samsung in die Zange aus zwei Richtungen sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten.

Zugleich setzt Samsung weiter auf den zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten in mobilen Geräten, eingeschlossen Smartphones. Am Montag hatte der Elektronikhersteller den Bau einer neuen riesigen Chip-Fabrik am heimischen Standort in Pyongtaek unweit von Seoul für umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro angekündigt.

Der Ertrag im Speicher-Geschäft habe sich im Vergleich zum Vorquartal verbessert, teilte Samsung am Dienstag weiter mit. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen eine starke saisonale Nachfrage nach PCs und Servern, die Stabilisierung der Marktpreise sowie eine allgemeine Kostenreduzierung.

Kommentare (1)

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Herr Fred Meisenkaiser

07.10.2014, 09:51 Uhr

Irgendwann hat halt jeder so ein Ding.

Und, dann kan man ja auch noch persönlich kommunizieren - ja, das geht! Und die NSA bleibt dann auch außen vor!

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