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24.07.2012

09:38 Uhr

Gewinneinbruch

Kontron verabschiedet sich von Jahreszielen

Kleincomputerhersteller Kontron trifft die Konjunktureintrübung hart. Im zweiten Quartal müssen die Münchner einen Gewinnrückgang von 70 Prozent hinnehmen. Mit der Unternehmensaktie geht es folglich bergab.

Kontron stellt unter anderem Steuerungscomputer für Telefonnetze her. dpa

Kontron stellt unter anderem Steuerungscomputer für Telefonnetze her.

MünchenDer Kleincomputerhersteller Kontron gibt nach einem herben Gewinneinbruch seine Jahresziele auf. Der Überschuss sei wegen der Konjunktureintrübung und knauseriger öffentlicher Auftraggeber im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 70 Prozent auf 2,3 Millionen Euro geschrumpft, teilte das Unternehmen aus Eching bei München am Dienstag mit. Der Umsatz sei hingegen nur leicht auf 138,8 Millionen Euro gesunken. Analysten hatten für beide Kenngrößen mehr erwartet. „Die Zahlen haben auf ganzer Linie enttäuscht“, quittierte ein Börsenhändler die Nachrichten. Die Kontron-Aktie gab fast zehn Prozent nach und war damit größter Verlierer im TecDax.

Da auch der Auftragsbestand um 14 Prozent zurückgegangen ist, seien die Jahresziele nicht mehr zu halten, erklärte Kontron. Ursprünglich hatte der Spezialist für Computersteuerungen für 2012 einen Umsatz von mindestens 560 Millionen Euro und steigende operative Renditen angepeilt.

Kontron trifft vor allem die Verschiebung und das Ausbleiben von staatlichen Aufträgen. Das Rangeln um die wenigen Bestellungen führt zudem zu einem harten Preiskampf. Das Unternehmen stellt Steuerungscomputer für eine breite Gerätepalette her, unter anderem für Telefon- und Stromnetze, Medizintechnik und Automaten. Wegen der Orderflaute erwägen die Oberbayern, einzelne Produktfelder zurückzufahren. „Kontron wird die Gewichtung und Ausrichtung der Produktlinien und vertikalen Märkte überprüfen und die eigenen Kapazitäten, insbesondere in Forschung und Entwicklung auf attraktive wachsende Märkte und Regionen ausrichten“, teilte die Firma mit.

Von

rtr

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