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16.04.2015

08:14 Uhr

Gewinneinbruch

Niedrige Preise setzen SanDisk stark zu

Der Technologiekonzern SanDisk ist im ersten Quartal stark in Bedrängnis geraten. Um satte 86 Prozent ist der Gewinn eingebrochen. Schuld daran sind unter anderem die geringe Lagerhaltung und die niedrigen Preise.

Die Speicherkarten von SanDisk werden immer kleiner – der Gewinn allerdings auch. ap

SanDisk mit Gewinneinbruch:

Die Speicherkarten von SanDisk werden immer kleiner – der Gewinn allerdings auch.

BangaloreDer US-Datenspeicher-Hersteller SanDisk rechnet für das Gesamtjahr mit einem sinkenden Umsatz. Die Erlöse würden zwischen 5,4 und 5,7 Milliarden Dollar liegen, teilte der Konzern in der Nacht zum Donnerstag mit. Im vergangenen Jahr hatte SanDisk noch rund 6,6 Milliarden Euro umgesetzt.

Dabei hakt es bei dem Unternehmen, das Laufwerke und Speicherkarten für Computer, Datenzentren und Smartphones herstellt, offenbar nicht an der Nachfrage. Aber aufgrund von Problemen in einer Chipfabrik im vergangenen Jahr, einer geringen Lagerhaltung und niedrigen Preisen läuft es trotzdem nicht rund.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Im ersten Quartal fiel der Umsatz um fast zwölf Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach sogar um 86 Prozent auf nur noch 39 Millionen Dollar ein. SanDisk kündigte an, aus Kostengründen außerhalb seiner Fabriken rund fünf Prozent aller Mitarbeiter zu entlassen. Die SanDisk-Aktie gab nachbörslich fast sechs Prozent nach.

Von

rtr

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