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25.01.2010

14:45 Uhr

Gewinnmaschine Apple

Der Kern des Erfolges

VonGötz Hamann
Quelle:Zeit Online

Wenn heute Abend an der Wall Street in New York die Schlussglocke ertönt, wird Apple seine Zahlen vorlegen. Und es dürfte der höchste Gewinn werden, den der Computerhersteller jemals ausgewiesen hat. Apple wächst und wächst. Hinter seinem Erfolg steckt weit mehr als nur ein genialer Firmengründer.

Steve Jobs unter "seinem" Logo. Quelle: ap

Steve Jobs unter "seinem" Logo.

HAMBURG. Die drei wichtigsten Gerüchte um das nächste Wunderding des Computerkonzerns Apple lauten der Reihe nach: A, es existiert. Ende Januar werde das Unternehmen einen DIN-A4-großen Computer vorstellen, der keine Tastatur mehr hat, sondern nur über einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm zu bedienen ist. B, Apple habe die gesamte Jahresproduktion Asiens für derartige Bildschirme aufgekauft. C, das Ding soll "Zaubertafel" heißen (Magic Slate).

Selbst Reporter von so seriösen Blättern wie dem Wall Street Journal und der New York Times verbreiten solche Gerüchte, verfolgen sie leidenschaftlich und fügen ihre eigenen anonymen Quellen hinzu. Autoren diverser Internetdienste tun es ihnen gleich, und ein Gerüchteberichterstatter behauptet tief erbost, andere Gerüchteberichterstatter seien von Apple heimlich mit Informationshäppchen versorgt worden, um Gerüchte zu streuen.

Das Geraune ist üblich, bevor Apple ein neues Produkt vorstellt. So war es schon beim Tischcomputer iMac, beim Musikabspielgerät iPod und beim Mobiltelefon iPhone. Unumstritten ist nur eins – dass Apple ein Konferenzzentrum, das Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco, für einige Tage Ende Januar gemietet hat.

Die Geschichte des Apple-Konzerns ist ein Buch mit drei Kapiteln

Aber warum so ein Wirbel? Weil Apple das derzeit wertvollste Unternehmen aus dem Silicon Valley ist. Sein Börsenwert beträgt mehr als 190 Milliarden Dollar. Damit hat das Unternehmen am Kapitalmarkt mehr Gewicht als der Internetkonzern Google, mehr als der weltgrößte Computerhersteller Hewlett Packard und deutlich mehr als der Weltmarktführer bei Mobiltelefonen, Nokia. Am weitesten abgeschlagen ist Sony, einst der führende Konzern für Unterhaltungselektronik.

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Business Week hat Apple – wegen all der iPods und iPhones, wegen der digitalen Musik- und Filmbibliothek iTunes und wegen vieler anderer Dinge – zum innovativsten Konzern der Welt erkoren. Kaum noch überraschen kann da, dass Gründer und Vorstandschef Steve Jobs vom konkurrierenden Magazin Forbes zum Manager des vergangenen Jahrzehnts ausgerufen wurde.

Doch was steckt wirklich hinter dem Erfolg? Warum verlangen so viele Menschen nach einem Apple, warum löst jedes neue Tisch- oder Taschengerät der Firma eine solche Erwartungshaltung sein? Beim näheren Hinsehen ist die Geschichte des Apple-Konzerns ein Buch mit drei Kapiteln. Eines über eine wahre Notlage. Eines über dauerhaften, institutionalisierten Verfolgungswahn. Und eines über einen Mann, der alles im Leben für eine zweite Chance gegeben hat.

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