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20.02.2015

12:21 Uhr

GfK-Studie

Smartphone-Wachstum schwächt sich ab

Im vergangenen Jahr sind 1,2 Milliarden Smartphones verkauft worden. Weltweit jeder Sechste gönnte sich damit ein neues Gerät. Der Absatz wird Experten zufolge weiter wachsen – wenn auch nicht mehr so rasant.

Immer mehr Menschen haben ein Smartphone – und benutzen es auch zum Fotografieren. ap

Immer mehr Menschen haben ein Smartphone – und benutzen es auch zum Fotografieren.

MünchenJeder sechste Mensch hat sich Marktforschern zufolge im vergangenen Jahr ein neues Smartphone gegönnt. Weltweit sind 2014 mehr als 1,2 Milliarden Geräte verkauft worden, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Freitag mitteilte. Der Absatz legte demnach binnen Jahresfrist um gut 200 Millionen Apparate zu. Den größten Zuwachs verzeichneten die Nürnberger in Lateinamerika, der größte Einzelmarkt blieb China. Insgesamt 381 Milliarden Dollar Umsatz machten die Hersteller mit den internetfähigen Handys, rund 15 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Für 2015 prognostiziert die GfK weitere Steigerungen, wenn auch nicht mehr so rasant wie in den Vorjahren. „Wir gehen davon aus, dass der Smartphone-Markt 2015 langsamer wachsen wird, weil in den Industrieländern ein Sättigungseffekt einsetzt“, erklärte GfK-Experte Arndt Polifke. „Deshalb sagen wir voraus, dass weltweit in diesem Jahr nur 14 Prozent mehr Smartphones verkauft werden als im vergangenen Jahr.“ Zuletzt hatte das Plus noch knapp ein Viertel betragen. „Das Wachstum wird 2015 vor allem von Schwellenländern ausgehen, da Smartphones nun auch zu niedrigeren Preisen zu haben sind.“

Von

rtr

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