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11.04.2014

12:31 Uhr

Google Glass

Google startet Verkauf der Datenbrille in USA

Die Datenbrille Google Glass kommt am kommenden Dienstag erstmals in den freien Verkauf. Allerdings nur in den USA und in stark limitierter Stückzahl – und klar, zu einem hohen Preis.

Computer vor dem Auge: Vorerst wird man nur in den USA die Datenbrille Google Glass kaufen können. dpa

Computer vor dem Auge: Vorerst wird man nur in den USA die Datenbrille Google Glass kaufen können.

Mountain ViewGoogle macht den nächsten Schritt zum Marktstart seiner Computerbrille Google Glass. Am kommenden Dienstag wird eine eingeschränkte Zahl der Geräte erstmals in den freien Verkauf in den USA kommen, wie der Internet-Konzern ankündigte. Nur Einwohner der USA können zuschlagen, der Preis liegt wie schon für die bisherigen Test-Nutzern bei 1500 Dollar (knapp 1100 Euro) plus Steuern.

Google machte die Aktion früher als geplant öffentlich, nachdem das Technologieblog „The Verge“ am Donnerstag von den Plänen berichtet hatte. Der verfügbare Bestand dürfte für rund einen Tag reichen, hieß es dort. Der Konzern selbst betonte nur, dass sich Interessenten angesichts der eingeschränkten Bestände beeilen müssten.

Google Glass

Prestigeprojekt des Gründers

Die Datenbrille ist für den Internet-Konzern ein Prestigeprojekt – Mitgründer Sergey Brin kümmert sich darum persönlich. Seine Vision: Mithilfe des kleinen Bildschirms soll das Internet noch nahtloser in den Alltag integriert werden, etwa indem dort Informationen wie Wegbeschreibungen, E-Mails oder das Wetter eingeblendet werden.

Erste Geräte für Tester

Google Glass war anfangs noch nicht reif für den Massenmarkt, Google versorgte einige Tausend Testnutzer mit Brillen. Sie mussten 1500 Dollar plus Steuern zahlen. Im April will der Konzern das Gerät in den freien Verkauf geben, allerdings nur in den USA und in begrenzter Stückzahl.

Olympus arbeitet an Datenbrille

Auch andere Unternehmen arbeiten an einer Datenbrille, etwa Olympus und Epson. Allerdings richten sich die Konkurrenzmodelle nicht unbedingt an Privatnutzer, sondern eher an Unternehmen, die eines Tages etwa Lagerarbeiter damit ausstatten könnten.

Andere tragbare Computer

Andere Anbieter arbeiten ebenfalls an tragbaren Geräten, die sich mit dem Computer verbinden können. So haben diverse Unternehmen, darunter Samsung, Sony und das Start-up Pebble, Smartwatch-Modelle im Angebot, die Nachrichten auf einem kleinen Monitor am Handgelenk anzeigen und ermöglichen, auf Anrufe zu reagieren.

Bisher probieren einige zehntausend Nutzer in den USA die Computerbrille mit kleinem Display, Kamera und Internet-Verbindung aus. Das vor einem Jahr gestartete Programm hatte rund 10 000 „Glass Explorer“, sie konnten dann ihre Bekannten einladen. Google besserte in dieser Zeit Glass einmal nach und machte das Gerät auch für Brillenträger nutzbar. Zuletzt startete der Konzern ein Programm, das Glass verstärkt in Unternehmen bringen soll.

Mit einem allgemeinen Marktstart zumindest in den USA wurde bisher für dieses Jahr gerechnet. In Europa dürfte es deutlich länger dauern. Bei Datenschützern stößt die Brille vor allem wegen der Mini-Kamera auf Bedenken. Google setzt inzwischen verstärkt auf kleine tragbare Computer-Geräte und brachte jüngst für sie eine spezielle Version seines dominierenden Smartphone-Systems Android heraus. Mit Android Wear sollen unter anderem Datenuhren verschiedener Hersteller laufen.

Von

dpa

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