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11.11.2014

11:00 Uhr

Google hat jetzt einen Flugplatz

Internetriese will Roboter auf eigenem Flugplatz testen

Google hat das kalifornische Moffett Airfield von der NASA gemietet – zunächst für 60 Jahre. Das Unternehmen wolle in der Anlage Forschung für Luft- und Raumfahrt sowie für Roboter-Technologie betreiben, hieß es.

Google hat nahe seines Hauptquartiers im kalifornischen Mountain View einen eigenen Flugplatz gemietet. ap

Google hat nahe seines Hauptquartiers im kalifornischen Mountain View einen eigenen Flugplatz gemietet.

WashingtonGoogle hat jetzt einen eigenen Flugplatz bei seinem Hauptquartier in Kalifornien. Eine Tochterfirma des Internet-Riesen mietete von der Weltraumagentur NASA das traditionsreiche Moffett Airfield für zunächst 60 Jahre.

Über diese Zeit wird Google 1,16 Milliarden Dollar (gut 930 Mio Euro) Miete zahlen, wie die NASA am späten Montag mitteilte. Zudem übernehme Google die Betriebskosten von 6,3 Millionen Dollar pro Jahr und werde mehr als 200 Millionen Dollar in die Anlagen investieren.

Die Einkaufsliste von Google

DeepMind

Die neueste Errungenschaft von Google ist das britische Start-up DeepMind, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um große Datenbestände besser auszuwerten. Im Januar 2014 hat der Konzern dann zugegriffen.

Motorola

Im Sommer 2011 kaufte Google für 12,5 Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola. Es war die erste große Transaktion, um Google auch im Hardware-Geschäft zu etablieren. Nach weniger als zwei Jahren stieß der Konzern das Geschäft aber wieder ab und verkaufte es an den chinesischen Elektronikhersteller Lenovo. Die meisten Patente zum Schutz seines Betriebssystems Android behielt Google indes.

Nest

Erst 2011 ging das Start-up Nest an den Start, überzeugte aber mit seinen elektronischen Haushaltsprodukten wie Thermostaten oder Rauchmeldern. Anfang 2014 schlug Google zu und verleibte sich die Firma für 3,2 Milliarden Dollar ein.

Doubleclick

Im Online-Werbemarkt ist Google ein Gigant. Um die eigene Position zu festigen, griff der Konzern im Jahr 2007 zu und kaufte für 3,1 Milliarden Dollar den Vermarktungsspezialisten Doubleclick.

YouTube

Für damals abenteuerlich erscheinende 1,65 Milliarden Dollar kaufte Google im Oktober 2006 die Online-Videoplattform YouTube. Seit Jahren ist es eine erfolgreiche Plattform zum Vertrieb von Video-Anzeigen.

Waze

Fast eine Milliarde Dollar war Google im Sommer 2013 der israelische Spezialist für Navigationssoftware Waze wert. Mit der Software können von unterwegs in Echtzeit Informationen über Verkehrsstörungen übertragen werden.

Android

Ein Beispiel für einen kleineren Zukauf mit großen folgen, war die Akquisition der Firma Android im August 2005 – für geschätzte 50 Millionen Dollar. Der Name setzte sich durch und wurde zum heute allgegenwätigen Google-Betriebssytem für mobile Geräte.

Zagat

Einer der bekanntesten Herausgeber von Restaurantführern kam im Herbst 2011 unter die Google-Fittiche. Für etwa 150 Millionen Dollar kaufte Google Zagat, eine Firma, die Nutzerkritiken zu Restaurant und Geschäften sammelte und aufbereitete. Die Informationen flossen in den Kartendienst Google Maps ein.

Boston Dynamics

Der Roboter-Hersteller sorgte im Internet für Aufsehen mit einem Roboter, der sich wie eine Katze fortbewegt – und das in respektabler Geschwindigkeit und mit großer Wendigkeit. Seit Ende 2013 gehört das Unternehmen zu Google. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Skybox Imaging

Google stärkt im Juni 2014 seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar.

Der Flugplatz liegt wenige Kilometer vom Google-Hauptquartier in Mountain View entfernt. Zu der Anlage gehört der historische Hangar One, in dem einst Luftschiffe untergebracht wurden. Das Gebäude war teilweise abgebaut worden, nachdem in ihm giftige Stoffe festgestellt worden waren.

Google werde es wiederherstellen und wolle in der Anlage Forschung unter anderem für Luft- und Raumfahrt sowie für Roboter-Technologie betreiben, hieß es. Google nutzte den Flugplatz bereits für Tests seiner selbstfahrenden Autos und parkte dort Jets des Top-Managements.

Von

dpa

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