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22.05.2014

10:22 Uhr

Google-Neuzugang

Nest muss „intelligente“ Rauchmelder zurücknehmen

Im Januar hatte Google den Rauchmelder-Hersteller Nest übernommen. Das Start-up muss nun hunderttausende seiner Produkte zurücknehmen: Allein durch Gesten konnten Kunden bereits versehentlich einen Alarm auslösen.

So sehen die Rauchmelder von Nest aus: Der Internetriese Google hatte das Start-up im Januar für 3,2 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) gekauft. ap

So sehen die Rauchmelder von Nest aus: Der Internetriese Google hatte das Start-up im Januar für 3,2 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) gekauft.

San FranciscoDas von Google übernommene US-Unternehmen Nest muss hunderttausende Rauchmelder wegen fehlerhafter Software zurücknehmen. Die US-Behörde für Produktsicherheit erklärte am Mittwoch, die Besitzer von rund 440.000 Rauchmeldern hätten das Recht auf eine Erstattung des Kaufpreises. Nest hatte zuvor neben einer Rückgabe und Preiserstattung ein Software-Update angeboten, dass das Problem lösen soll.

Angaben des Unternehmens vom April zufolge gibt es bei den Geräten Schwierigkeiten mit einer Funktion, die eine Abschaltung des Alarms durch Wedeln mit den Armen ermöglicht. Auch andere Gesten könnten unabsichtlich den Alarm deaktivieren, teilte Nest damals mit. Die Produktsicherheitsbehörde erklärte jetzt, es gebe bisher keine Berichte über mögliche Unfälle, Verletzungen oder Schäden in Zusammenhang mit dem Software-Problem. Nest hat den Verkauf der Geräte vorerst ausgesetzt.

Die Einkaufsliste von Google

DeepMind

Die neueste Errungenschaft von Google ist das britische Start-up DeepMind, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um große Datenbestände besser auszuwerten. Im Januar 2014 hat der Konzern dann zugegriffen.

Motorola

Im Sommer 2011 kaufte Google für 12,5 Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola. Es war die erste große Transaktion, um Google auch im Hardware-Geschäft zu etablieren. Nach weniger als zwei Jahren stieß der Konzern das Geschäft aber wieder ab und verkaufte es an den chinesischen Elektronikhersteller Lenovo. Die meisten Patente zum Schutz seines Betriebssystems Android behielt Google indes.

Nest

Erst 2011 ging das Start-up Nest an den Start, überzeugte aber mit seinen elektronischen Haushaltsprodukten wie Thermostaten oder Rauchmeldern. Anfang 2014 schlug Google zu und verleibte sich die Firma für 3,2 Milliarden Dollar ein.

Doubleclick

Im Online-Werbemarkt ist Google ein Gigant. Um die eigene Position zu festigen, griff der Konzern im Jahr 2007 zu und kaufte für 3,1 Milliarden Dollar den Vermarktungsspezialisten Doubleclick.

YouTube

Für damals abenteuerlich erscheinende 1,65 Milliarden Dollar kaufte Google im Oktober 2006 die Online-Videoplattform YouTube. Seit Jahren ist es eine erfolgreiche Plattform zum Vertrieb von Video-Anzeigen.

Waze

Fast eine Milliarde Dollar war Google im Sommer 2013 der israelische Spezialist für Navigationssoftware Waze wert. Mit der Software können von unterwegs in Echtzeit Informationen über Verkehrsstörungen übertragen werden.

Android

Ein Beispiel für einen kleineren Zukauf mit großen folgen, war die Akquisition der Firma Android im August 2005 – für geschätzte 50 Millionen Dollar. Der Name setzte sich durch und wurde zum heute allgegenwätigen Google-Betriebssytem für mobile Geräte.

Zagat

Einer der bekanntesten Herausgeber von Restaurantführern kam im Herbst 2011 unter die Google-Fittiche. Für etwa 150 Millionen Dollar kaufte Google Zagat, eine Firma, die Nutzerkritiken zu Restaurant und Geschäften sammelte und aufbereitete. Die Informationen flossen in den Kartendienst Google Maps ein.

Boston Dynamics

Der Roboter-Hersteller sorgte im Internet für Aufsehen mit einem Roboter, der sich wie eine Katze fortbewegt – und das in respektabler Geschwindigkeit und mit großer Wendigkeit. Seit Ende 2013 gehört das Unternehmen zu Google. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Skybox Imaging

Google stärkt im Juni 2014 seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar.

Der Internetriese Google hatte das Start-up im Januar für 3,2 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) gekauft. Nest stellt „intelligente“ Rauchmelder und Thermostate her, die mit dem Internet verbunden sind und drahtlos gesteuert werden können. Zudem können Sensoren erfassen, ob etwa das Licht an oder aus ist oder sich Menschen in der Wohnung bewegen. Datenschützer zeigten sich nach Ankündigung der Google-Übernahme besorgt, dass der Internetkonzern Daten über das Verhalten der Nest-Kunden sammeln und auswerten könnte.

Von

afp

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