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23.12.2014

10:31 Uhr

Google

Selbstfahrendes Auto soll auf die Straße

Schon im kommenden Jahr soll das selbstfahrende Auto des US-Internetkonzerns Google über die Straßen Kaliforniens fahren. Der erste Prototyp soll vollständig sein.

So sieht Googles Prototyp für sein selbstfahrendes Auto aus. dpa

So sieht Googles Prototyp für sein selbstfahrendes Auto aus.

San FranciscoDas selbstfahrende Auto des US-Internetkonzerns Google soll nächstes Jahr auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. „Wir verbringen die Ferien damit, auf unserer Teststrecke herum zu fahren, und hoffen, dass wir euch im neuen Jahr auf den Straßen von Nord-Kalifornien sehen“, schrieben die zuständigen Google-Mitarbeiter am Montag (Ortszeit) in einem Firmen-Blog.

Nach Versuchen mit unterschiedlichen Wagen seien die Erkenntnisse zusammengeflossen in ein „voll funktionsfähiges Auto – unseren ersten vollständigen Prototypen für komplett selbstständiges Fahren“.

In dem Blog-Eintrag wurde ein Foto eines weißen, rundlichen Kleinwagens gezeigt. Ähnliche Bilder hatte Google schon im Mai veröffentlicht, als der Konzern den Produktionsstart seines selbstfahrenden Autos mitteilte.

Die Einkaufsliste von Google

DeepMind

Die neueste Errungenschaft von Google ist das britische Start-up DeepMind, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um große Datenbestände besser auszuwerten. Im Januar 2014 hat der Konzern dann zugegriffen.

Motorola

Im Sommer 2011 kaufte Google für 12,5 Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola. Es war die erste große Transaktion, um Google auch im Hardware-Geschäft zu etablieren. Nach weniger als zwei Jahren stieß der Konzern das Geschäft aber wieder ab und verkaufte es an den chinesischen Elektronikhersteller Lenovo. Die meisten Patente zum Schutz seines Betriebssystems Android behielt Google indes.

Nest

Erst 2011 ging das Start-up Nest an den Start, überzeugte aber mit seinen elektronischen Haushaltsprodukten wie Thermostaten oder Rauchmeldern. Anfang 2014 schlug Google zu und verleibte sich die Firma für 3,2 Milliarden Dollar ein.

Doubleclick

Im Online-Werbemarkt ist Google ein Gigant. Um die eigene Position zu festigen, griff der Konzern im Jahr 2007 zu und kaufte für 3,1 Milliarden Dollar den Vermarktungsspezialisten Doubleclick.

YouTube

Für damals abenteuerlich erscheinende 1,65 Milliarden Dollar kaufte Google im Oktober 2006 die Online-Videoplattform YouTube. Seit Jahren ist es eine erfolgreiche Plattform zum Vertrieb von Video-Anzeigen.

Waze

Fast eine Milliarde Dollar war Google im Sommer 2013 der israelische Spezialist für Navigationssoftware Waze wert. Mit der Software können von unterwegs in Echtzeit Informationen über Verkehrsstörungen übertragen werden.

Android

Ein Beispiel für einen kleineren Zukauf mit großen folgen, war die Akquisition der Firma Android im August 2005 – für geschätzte 50 Millionen Dollar. Der Name setzte sich durch und wurde zum heute allgegenwätigen Google-Betriebssytem für mobile Geräte.

Zagat

Einer der bekanntesten Herausgeber von Restaurantführern kam im Herbst 2011 unter die Google-Fittiche. Für etwa 150 Millionen Dollar kaufte Google Zagat, eine Firma, die Nutzerkritiken zu Restaurant und Geschäften sammelte und aufbereitete. Die Informationen flossen in den Kartendienst Google Maps ein.

Boston Dynamics

Der Roboter-Hersteller sorgte im Internet für Aufsehen mit einem Roboter, der sich wie eine Katze fortbewegt – und das in respektabler Geschwindigkeit und mit großer Wendigkeit. Seit Ende 2013 gehört das Unternehmen zu Google. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Skybox Imaging

Google stärkt im Juni 2014 seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar.

Den Angaben von damals zufolge kann der Zweisitzer maximal 40 Stundenkilometer schnell fahren und hat weder Lenkrad, noch Gas- oder Bremspedal, „weil die nicht gebraucht werden“.

Am Montag gab es keine neuen technischen Informationen zu dem Wagen.

Vor der Entwicklung eines eigenen Prototypen hatte Google auf speziell umgerüstete Autos der japanischen Hersteller Toyota und Honda zurückgegriffen. Auf dem Markt sind selbstfahrende Autos bisher nicht verfügbar.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Fred Meisenkaiser

23.12.2014, 10:57 Uhr

Wenn da mal einer von außen die Elektronik lahmlegt, möchte ich nicht drinnensitzen!

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