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21.01.2011

01:55 Uhr

Google

„Tägliche Aufsicht ist nicht mehr nötig“

Während die beiden Gründer sich als echte Informatiker in die Produktentwicklung zogen, brachte der zwanzig Jahre ältere Eric Schmidt Google zu kommerziellem Erfolg – eine ideale Rolle für den ehemaligen Apple-Manager. Jetzt hält sich Larry Page für erwachsen genug, um den Top-Job selbst zu übernehmen.

HB NEW YORK. „Tägliche Aufsicht durch Erwachsene nicht mehr nötig!“ - Mit dieser knappen Botschaft, geschickt über den Kurznachrichtendienst Twitter, verkündete Google-Chef Eric Schmidt am Donnerstagabend seinen Rückzug in die zweite Reihe. Seine Ziehkinder sind flügge geworden, vor allem einer: Larry Page. Der Mitgründer von Google ist der neue starke Mann im Konzern.

Page hatte Google 1998 zusammen mit seinem Studienkollegen Sergey Brin aus der Taufe gehoben. Sie waren begnadete Entwickler, doch als Geschäftsführer totale Anfänger. Deshalb holten sie den erfahrenen Manager Schmidt ins Unternehmen, quasi als Familienoberhaupt. Schmidt war es, der Google den Weg von einem aufstrebenden Internetsuch-Unternehmen zu einem breit aufgestellten Technologiekoloss ebnete.

Schmidt leitete das Tagesgeschäft, damit sich Page und Brin um die Entwicklung der Produkte kümmern konnten. Entscheidungen trafen letztlich alle drei gemeinsam. „Als ich 2001 zu Google gekommen bin, hätte ich mir in einem wildesten Träumen nicht vorstellen können, dass wir mal so weit kommen würden“, sagt Schmidt heute.

Aus dem Studentenprojekt ist ein Weltkonzern geworden. Mehr als 24 000 Mitarbeiter kümmern sich um Internetsuche, Smartphones, Onlinevideos oder Bürosoftware. Und da liegt das Problem: Google ist zu groß und zu kompliziert. Es ist nicht mehr klar, wer für was zuständig ist. Das Triumvirat, wie Schmidt es selbst nennt, funktioniert nicht mehr.

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