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17.10.2014

07:36 Uhr

Google wächst langsamer

Smartphone-Surfer drücken den Gewinn

Auch wenn Google stetig wächst, die Anleger hatten mehr erwartet. Der Internet-Konzern enttäuschte mit seinen Zahlen. Vor allem bei der Online-Werbung sprudeln die Gewinne längst nicht mehr so stark.

Die Tassen könnten voller sein: Google enttäuscht die Börsianer mit den aktuellen Quartalszahlen. Reuters

Die Tassen könnten voller sein: Google enttäuscht die Börsianer mit den aktuellen Quartalszahlen.

New YorkDie Geschäfte bei Google laufen nicht ganz so rund wie von Anlegern erhofft. Der Konzern verdient zwar weiter Milliarden, es läuft aber schleppender als erwartet. Im dritten Quartal lag der Gewinn unter dem Strich bei 2,81 Milliarden Dollar (2,2 Mrd. Euro) nach 2,97 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie der Internetkonzern am Donnerstag mitteilte.

Analysten hatten mit steigendem Profit gerechnet. An der Börse fiel die Reaktion entsprechend negativ aus. Zunächst geriet die Google-Aktie mit etwa fünf Prozent ins Minus. Der Kurs fing sich aber wieder und pendelte sich bei gut zwei Prozent im roten Bereich ein.

Finanzchef Patrick Pichette zeigte sich dennoch zufrieden: „Google hatte eine weitere starke Performance in diesem Quartal“. Sein Unternehmen konnte den Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 16,52 Milliarden Dollar ausbauen. „Wir sind weiterhin begeistert über das Wachstum.“

Die Haupteinnahmequelle Online-Werbung sprudelt aber nicht mehr so stark. Die bezahlten Klicks nahmen um 17 Prozent zu, im Vorquartal waren sie noch um etwa ein Viertel gestiegen.

Google macht einen großen Teil seiner Gewinne mit bezahlten Textanzeigen, die bei Suchmaschinen-Ergebnissen besonders prominent platziert werden, und grafischen Anzeigen, sogenannten Bannern. Zudem spielt der zum Konzern gehörende Videodienst Youtube Geld durch Werbeclips ein.

Die Anzeigen zahlen sich aber nicht mehr so aus wie im Vorjahr. Der Preis pro Klick ging um zwei Prozent zurück. Google macht die Verbreitung von Smartphones zu schaffen. Wegen der kleinen Bildschirme und oft langsamen Verbindungen lässt sich mit Werbung weniger verdienen als auf einem PC.

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