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16.08.2013

22:04 Uhr

Großaktionär

Icahn erleidet Rückschlag im Kampf um Dell

Michael Dell kann sich wieder Hoffnungen machen, dass eine Übernahme des Computerkonzerns nach seinen Vorstellungen doch noch klappen könnte. Konkurrent Carl Icahn musste vor Gericht eine Niederlage hinnehmen.

Kisten mit Dell-Computern: Gründer Michael Dell kann sich wieder Hoffnung auf eine Übernahme machen. ap

Kisten mit Dell-Computern: Gründer Michael Dell kann sich wieder Hoffnung auf eine Übernahme machen.

WilmingtonIm erbittert geführten Übernahmekampf um Dell hat Großaktionär Carl Icahn eine juristische Schlappe erlitten. Ein US-Gericht in Delaware wies am Freitag einen Antrag auf ein Eilverfahren des Milliardärs ab, mit dem er die geplante 25 Milliarden Dollar schwere Übernahme des schwächelnden Computerbauers durch den Chef und Gründer Michael Dell torpedieren wollte. Icahn wirft Dell und dem Direktorium vor, durch Annahme eines zu niedrigen Gebots von Michael Dell ihre treuhänderischen Pflichten verletzt zu haben. Der zuständige Richter Leo Strine wies die Beschuldigungen zurück. Icahn wollte mit der Klage den Termin am 12. September verzögern, an dem die Aktionäre über Michael Dells Offerte von annähernd 25 Milliarden Dollar (18,8 Mrd Euro) abstimmen sollen.

Firmengründer Michael Dell will den Konzern zurückkaufen, von der Börse nehmen und dann in Ruhe sanieren. Ein Votum darüber wurde bereits mehrfach verschoben. Viele einflussreiche Aktionäre wie Icahn machen gegen die Offerte Stimmung. Sie halten diese für zu niedrig. Der als unbequem bekannte Investor will stattdessen einen Aktienrückkauf erzwingen. Wenn Icahn Mr. Dell schlagen wolle, müsse er einfach nur dessen Offerte überbieten, erklärte Richter Leo Strine nach Angaben des „Wall Street Journal“.

Michael Dell will sein Unternehmen nach dem Vorbild von IBM verstärkt auf das lukrativere Service-Geschäft ausrichten und ein Gesamtprodukt aus Hardware, Software und Dienstleistungen anbieten. Im Vergleich zu IBM und auch Hewlett-Packard (HP) ist Dell mit diesem Vorhaben aber reichlich spät dran. Der Trend zu mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets setzt Dell immer schärfer zu. Trotz stabiler Umsätze brach der Gewinn im zweiten Quartal 2013 um fast drei Viertel auf 204 Millionen Dollar ein.

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