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12.01.2004

10:15 Uhr

Großteil der Aktien verkauft

Siemens wirft Infineon-Anteile auf den Markt

Der Technologiekonzern Siemens hat sich von einem großen Teil seiner verbliebenen Aktien der früheren Tochter Infineon getrennt. Mit dem Verkauf von mehr als einem Fünftel der Aktien hat Siemens seinen Anteil an dem Halbleiterhersteller auf 19 % gesenkt.

HB MÜNCHEN. Die Siemens AG teilte am Montag mit, sie habe 150 Mill. Aktien verkauft, was 20,8 % des gesamten Infineon-Kapitals entspreche. Nach Angaben aus Branchenkreisen erzielt der Konzern damit rund 600 Mill. € Buchgewinn, mit denen er seine Reserven für mögliche Zukäufe aufstocken kann.

Analysten sagten, nach dem jüngsten Kursanstieg von Infineon habe Siemens für den Verkauf einen guten Zeitpunkt gewählt. Der Infineon-Kurs brach allerdings nach der Nachricht um rund fünf Prozent auf 11,83 € ein - und lag damit unter der zunächst genannten Kursspanne von 12,00 bis 12,25 €. Die mit der Platzierung im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens beauftragte US-Großbank Citigroup senkte daraufhin am Vormittag die Preisspanne auf 11,75 bis 12,00 €.

Das Platzierungsrisiko liegt bei solchen Transaktionen üblicherweise bei der beauftragten Bank. Händler kritisierten die später korrigierte Preisfestsetzung der Citigroup. „Das ist schon ein schwaches Bild, wenn man den Markt so schlecht einschätzt“ sagte einer. „Allerdings ist auch Pech im Spiel. In einem starken Markt wäre es wahrscheinlich kein größeres Problem gewesen“, fügte er hinzu. Ein Siemens-Sprecher stellte klar, der Konzern habe sich einen Abnahmepreis garantieren lassen.

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