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05.06.2014

11:35 Uhr

Gründerszene.de

Axel-Springer-Verlag übernimmt Start-up-Blog

Neue Heimat für das Blog Gründerszene.de: Der Springer-Konzern übernimmt die Betreiberfirma Vertical Media. Die berichtet über Start-ups und betreibt Jobbörsen. Die 30 Mitarbeiter sollen weiter eigenständig arbeiten.

Am Donnerstag verkündet auch der Startup-Blog selbst den Deal mit dem Axel-Springer-Verlag. Screenshot

Am Donnerstag verkündet auch der Startup-Blog selbst den Deal mit dem Axel-Springer-Verlag.

BerlinDer Springer-Konzern weitet durch eine neue Tochter seine Berichterstattung über die Internet-Szene in Deutschland aus. Die Unternehmensgruppe kauft die Firma Vertical Media, die unter anderem die Webseite Gründerszene.de betreibt. Das Portal berichtet über das Geschehen in der Start-up-Welt. Zu Vertical Media gehören auch die englischsprachige Webseite „Venture Village“, eine Jobbörse und mehrere Veranstaltungsreihen. Den Kaufpreis wollte ein Sprecher der Axel Springer SE am Donnerstag nicht nennen.

Die Berichte über Start-ups, Geldgeber und Gründer sollen weiter auf den bestehenden Portalen laufen. „Das bleibt eigenständig“, sagte der Sprecher. Insgesamt arbeiteten 30 feste und freie Mitarbeiter für Vertical Media.

Springer ist bereits an mehreren Internet-Unternehmen beteiligt, unter anderem der Jobbörse Stepstone, dem Automarkt Autohaus24 und dem Preisvergleichsdienst Idealo. Außerdem fördert der Verlag junge Digital-Unternehmen. Auf die Berichterstattung soll das keinen Einfluss haben. „Die Redaktionen sind unabhängig und werden auch weiterhin unabhängig darüber schreiben“, sagte der Sprecher.

Springers digitales Geschäft

Ehrgeizige Ziele

2012 verdiente der Springer-Konzern erstmals mehr mit seinem Digital-Geschäft als mit Print. In den ersten drei Quartal des laufenden Geschäftsjahres erreichten die digitalen Erlöse knapp 40 Prozent. Unter dem Dach des Medienkonzerns gibt es nicht nur die Online-Ableger der klassischen Printprodukte. Ein Überblick.

Zeitungen und Magazine im Netz

Die digitalen Ableger von Springers Printprodukten sind stark. Bild.de ist die meistgeklickte Nachrichtenseite Deutschlands, rund 12 Millionen Nutzer rufen die Seite pro Monat auf. Auch Computerbild.de und Welt Online zählen zu den beliebtesten journalistischen Angeboten im Netz.

Blog für Gründerszene

Im Juni 2014 übernahm Springer die Firma Vertical Media, die vor allem für das Blog Gründerszene.de bekannt ist. Zu ihr gehören auch die englischsprachige Webseite Venture Village, eine Jobbörse und mehrere Veranstaltungsreihen.

Vergleichs- und Rubrikenportale

Springer verfügt über zahlreiche Serviceportale zu unterschiedlichen Themen – etwa den Preisvergleich Idealo oder den Online-Prospektedienst Kaufda, der die Angebote regionaler Geschäfte zusammenfasst. Auch Autokäufer hat das Berliner Verlagshaus mit seiner 50-prozentigen Beteiligung an autohaus24.de auf dem Radar.

Schwerpunkt Immobilien und Karriere

Springers digitales Geschäft beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Mit Seloger besitzen die Berliner Frankreichs führendes Immobilienportal, in Deutschland betreibt Springer das Immobilienportal Immonet. Im vergangenen Jahr übernahm Recruiting-Portal und Springer-Tochter Stepstone den britischen Konkurrenten Totaljobs.

Marketing-Unternehmen im Portfolio

Das Verlagshaus ist mehrheitlich an Zanox beteiligt. Das Unternehmen ist auf erfolgsbasiertes Online-Marketing spezialisiert. Der Werbekunde zahlt hierbei nur, wenn der Verbraucher tatsächlich etwas kauft. 2012 setzte Zanox 457 Millionen Euro um.

„Gründerszene.de“ startete 2005 als Blog des Internet-Unternehmers Lukasz Gadowski. Es gehörte zuletzt dem Startup-Finanzierer Team Europe und anderen Investoren. Springer kaufte 90 Prozent der Anteile, die restlichen 10 Prozent besitzt den Angaben zufolge der Geschäftsführer von Vertical Media, Mark Hoffmann.

Von

dpa

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