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24.01.2006

20:29 Uhr

Gründung einer Tochtergesellschaft

Telekom will Toll-Collect exportieren

Die Deutsche Telekom hat eine Tochter für elektronische Mautsysteme gegründet und macht sich für die „Toll-Collect“-Technologie Hoffnung auf Aufträge aus dem Ausland.

Foto: dpa

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HB FRANKFURT. Die Satellic Traffic Management GmbH mit Sitz in Berlin konzentriere sich auf Mautsysteme, die mit Satellitentechnologie arbeiteten, teilte die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems am Dienstag mit. „Die Mauterhebung per Satellit wird der neue Standard in Europa, und Satellic wird maßgeblich zu dieser Entwicklung beitragen“, sagt Christoph Bellmer. Der Chef von Toll Collect, die in Deutschland das erste satellitengestützte Straßenmaut-System weltweit betreibt, ist Beiratsvorsitzender bei Satellic.

Die Mutterfirma von Satellic, T-Systems entwickelte das technische Herz des deutschen Mautsystems, das dafür sorgt, dass alle Daten gespeichert und verarbeitet werden können. Satellic soll die Weiterentwicklung des Systems und den Export vorantreiben.

T-Systems sieht für satellitengestützte Mautsysteme großes Potenzial. Allein in Europa planten acht Länder die Einführung eines Mautsystems: Großbritannien, die Niederlande, Polen, Tschechien, Slowakei, Belgien, Schweden, Ungarn. Auch China, Taiwan, Hongkong und die USA hätten Interesse an der Technik gezeigt. Der Umsatz für Anwendungen der Satellitentechnologie soll weltweit bis 2020 auf 250 Mrd. Euro steigen.

Nach zahlreichen Pannen wird das satellitengestützte Mauterfassungssystem der Toll-Collect-Muttergesellschaften Daimler-Chrysler, Telekom und Cofiroute seit Anfang 2005 für den Schwer-Lkw-Verkehr genutzt. „Der Wissensvorsprung in Entwicklung und Betrieb der neuen Mautsysteme beträgt zwei bis drei Jahre“, sagte Bellmer. Satellic wolle diesen Vorsprung ausbauen.

Denkbar sei auch, zunächst etwa mikrowellengestützte Systeme zu betreiben, wenn geplant sei, später auf Satelliten-Technik umzusteigen, erläuterte Bellmer.

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