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10.10.2014

03:18 Uhr

GT

Apple-Zulieferer schweigt weiter zu Konkurs-Gründen

Eigentlich wollte sich der GT am Mittwoch vor Gericht zu den Gründen des Konkurses äußern. Doch das Unternehmen machte einen Rückzieher. Experten spekulieren, dass das an Apples harter Zuliefererpolitik liegen könnte.

Flacher, schöner, schneller: Millionen Apple-Fans sind von den neuen iPhones überzeugt. Reuters

Flacher, schöner, schneller: Millionen Apple-Fans sind von den neuen iPhones überzeugt.

ManchesterDer Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies hat überraschenderweise auch vor Gericht zum Hintergrund seiner Pleite geschwiegen. Vertraulichkeitsabkommen mit dem iPhone-Hersteller machten es unmöglich, die Gründe öffentlich zu nennen, erklärte der GT-Anwalt am Donnerstag vor einem Konkursgericht im Bundesstaat New Hampshire.

Dem Zulieferer drohen eigenen Angaben zufolge Strafen von 50 Millionen Dollar je Verstoß gegen diese Auflage. In einem ungewöhnlichen Schritt bat GT zudem, die Gerichtsakten unter Verschluss zu halten. Eine Entscheidung von Bundesrichter Henry Boroff dazu stand nach einer ersten, zweistündigen Anhörung zunächst aus.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Die sichtbarste Neuerung bei der jüngsten iPhone-Generation sind die Maße: iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit 4,7 bzw. 5,5 Zoll deutlich größer als die Vorgänger. Damit reagiert Apple auf den Boom der Phablets, also der übergroßen Smartphones. Die Geräte unterstützen den Bezahldienst Apple Pay, der über den Nahfunkstandard NFC Daten überträgt.

GT sollte eigentlich besonders kratzfestes Saphirglas für Apple-Produkte in einem Werk in Arizona herstellen, das der iPhone- und iPad-Hersteller mitfinanziert. Die Bekanntgabe der Pleite am Montag kam unerwartet. Der Zulieferer hatte eigentlich am Mittwoch angekündigt, man werde sich vor Gericht zum Hintergrund äußern.

Apple hatte sich über den Konkurs überrascht gezeigt. Experten spekulieren, dass die harte Politik der Kalifornier gegenüber den Zulieferern eine Rolle gespielt haben könnte.

Von

rtr

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