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18.01.2008

08:04 Uhr

Gute Quartalszahlen

IBM profitiert von Globalisierung

VonJens Eckhardt

Bereits am Montag hatte IBM mit der Vorankündigung von unerwartet guten Ergebnissen für das vierte Quartal 2007 aufgewartet. Der vollständige Quartalsbericht am Donnerstag zeigte durch die Bank starke Ergebnisse - warf allerdings wenig Licht auf die Aussichten in den USA.

IBM bestätigte die gute Vorankündigung vom Wochenanfang Foto: ap Quelle: ap

IBM bestätigte die gute Vorankündigung vom Wochenanfang Foto: ap

SAN FRANCISCO. Mit der Vorankündigung von unerwartet guten Ergebnissen für das vierte Quartal 2007 konnte IBM am Montag dem schwächelnden Technologiesektor in den USA nur vorübergehend Korsettstangen einziehen. Intel schickte mit einer trüben Prognose trotz ausgezeichneter Zahlen die Stimmung tief in den Eiskeller. IBMs vollständiger Quartalsbericht am Donnerstag zeigte durch die Bank starke Ergebnisse, warf aber wenig Licht auf die Aussichten in den USA.

Der Computerriese hielt sich mit Prognosen für den US-Technologiesektor betont bedeckt. IBM sei auf gutem Wege, um ihr "langfristiges Gewinnziel für 2010 zu erreichen", hieß es lediglich. Der Konzern will 2010 pro Aktie netto elf Dollar verdienen. Im abgelaufenen Jahr erreichte der Nettogewinn bereits 7,18 Dollar pro Anteil, fast ein Fünftel mehr als 2006. In diesem Jahr rechnet IBM nunmehr mit 8,20 bis 8,30 Dollar und liegt damit über den Erwartungen der Analysten. Im nachbörslichen Handel zog der Kurs der Aktie deutlich an.

Der Jahresumsatz kletterte gleichzeitig um acht Prozent auf 98,8 Mrd. Dollar, wobei der hohe Anteil des Auslandsgeschäftes und die Umrechnungsgewinne durch den schwachen Dollar wesentlich zum Wachstum beitrugen. IBM erwirtschaftet mittlerweile rund zwei Drittel ihrer Erlöse außerhalb der USA und insofern ist ihre Geschäftsentwicklung bereits kein Barometer mehr für die konjunkturelle Lage in den USA.

US-Marktforscher erwarten, dass die Ausgaben für Informationstechnologie in den USA in diesem Jahr bestenfalls noch um drei bis vier Prozent wachsen werden. Demgegenüber zeigen Europa und Asien, vor allem Länder wie Indien und China, solides zweistelliges Wachstum.

Im vierten Quartal 2007 steigerte IBM ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf knapp 29 Mrd. Dollar. Aus Nord- und Südamerika kamen 11,7 Mrd., ein Zuwachs um fünf Prozent. Erlöse in Europa, Nahost und Afrika wuchsen um 16 Prozent auf 10,8 Mrd. Dollar und Asien legte um 15 Prozent auf 5,5 Mrd. Dollar zu.

Der Reingewinn im Quartal stieg um 14 Prozent auf vier Milliarden Dollar oder 2,80 Dollar pro Aktie. Der Konzern steigerte seine Rohgewinnmarge im vierten Quartal von 44,6 auf 44,9 Prozent und seinen freien Cashflow im Gesamtjahr um 1,9 auf 12,4 Mrd. Dollar. Obwohl IBM im abgelaufenen Jahr für 18,8 Mrd. Dollar eigene Aktien aus dem Markt zog, endete das Jahr mit einem Liquiditätsbestand von 16,1 Mrd. Dollar.

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