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30.11.2015

17:52 Uhr

Hackerangriff

Daten-Diebstahl bei Kinderspielzeug-Firma VTech

Unbekannte haben sich Zugang zu den Kundendaten des Hongkonger Unternehmens VTech verschafft. Die Datenbank des App-Stores „Learning Lodge“ enthält offenbar auch Kundendaten aus Deutschland.

Die Kundendaten der Firma VTech enthalten auch Informationen zu den Kindern wie Name, Geschlecht und Geburtsdatum. Reuters

VTech

Die Kundendaten der Firma VTech enthalten auch Informationen zu den Kindern wie Name, Geschlecht und Geburtsdatum.

HongkongBeim Lernspielzeug-Anbieter VTech haben sich Unbekannte Zugang zu einer Datenbank mit rund fünf Millionen Kunden-Profilen verschafft. Die Datenbank des App-Stores „Learning Lodge“ enthalte auch Kundendaten aus Deutschland, erklärte das Unternehmen aus Hongkong.

In der Datenbank liegen nach Angaben von VTech auch Informationen zu den Kindern wie Name, Geschlecht und Geburtsdatum.

Wie die Hacker zum Ziel kommen

Eine einzige Schwachstelle reicht

Wenn kriminelle Angreifer in ein Computersystem eindringen wollen, haben sie einen Vorteil: Sie müssen womöglich nur eine einzige Schwachstelle finden, um einen Rechner zu kompromittieren. Einige ausgewählte Angriffsmethoden.

Verspätetes Update

Es gibt praktisch keine fehlerlose Software – wenn Sicherheitslücken entdeckt werden, sollte sie der Hersteller mit einem Update schließen. Viele Firmen lassen sich jedoch Zeit, diese zu installieren und öffnen Angreifern somit Tür und Tor.

Angriff auf die Neugier

Der Mensch ist neugierig - das machen sich kriminelle Hacker zunutze: Sie verfassen fingierte E-Mails, die wichtige Dokumente oder ein lustiges Video versprechen, aber nebenbei die Zugangsdaten eines Mitarbeiters stehlen. Phishing wird diese Methode genannt.

Gutgläubigkeit als Einfallstor

„Hier ist die IT-Abteilung. Wir brauchen mal Ihr Passwort“: Nicht selten gelangen Angreifer mit einem dreisten Anruf an die Zugangsdaten eines Mitarbeiters. Wer gutgläubig ist, fällt auf diese Masche rein – obwohl die IT-Fachleute aus dem eigenen Haus nie so eine Frage stellen würden.

Ein Passwort, das nicht sicher ist

Ob Router oder Drucker: Viele Geräte werden mit einem Standardpasswort ausgeliefert. Wenn die IT-Abteilung es nicht verändert, haben Angreifer leichtes Spiel. „Die Handbücher mit dem Passwort stehen oft im Internet“, sagt Joachim Müller, Chef für IT-Sicherheit beim Dienstleister Ceyoniq Consulting.

Ein schwaches Glied

Angreifer suchen das schwächste Glied in der Kette, häufig alte Systeme. Zudem kennen professionelle Angreifer – neben Kriminellen auch Geheimdienste – oft Sicherheitslücken, die den Herstellern der Software noch nicht bekannt sind. Gegen solche Zero-Day-Exploits kann man sich kaum schützen.

Außerdem gehören zu den Profildaten nach Angaben von Montag E-Mail-Adressen, verschlüsselte Passwörter, IP-Adressen, Postanschriften und die Liste bisheriger Downloads. Kreditkarten-Daten würden nicht gespeichert. Alle Kunden in der Datenbank seien per E-Mail unterrichtet worden, teilte VTech am Montag mit.

Von

dpa

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