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15.12.2016

03:46 Uhr

Hackerangriff

Yahoo meldet größten Datenklau aller Zeiten

Yahoo hat erneut schlechte Nachrichten für seine Nutzer. 2014 waren rund 500 Millionen Yahoo-Konten von einem Hackerangriff betroffen. Nun stellt sich heraus, dass noch mehr Daten gestohlen wurden – und schon früher.

Hackerangriff par excellence

Eine Milliarde Yahoo-User „bestohlen“

Hackerangriff par excellence: Eine Milliarde Yahoo-User „bestohlen“

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Sunnyvale/Washington/BangaloreMehr als eine Milliarde Nutzer des US-Internetanbieters Yahoo sind nach Angaben des Unternehmens Opfer eines bislang unbekannten Hackerangriffs im Jahr 2013 geworden. Die Hacker hätten wahrscheinlich im August 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Konten gestohlen, erklärte Yahoo am Mittwoch. Beobachter gehen vom größten Datenleck bei einem E-Mail-Provider überhaupt aus.

Die Cyberattacke sei von einer "nicht autorisierten dritten Partei" geführt worden. Den Angaben zufolge dürften Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Passwörter und in manchen Fällen Sicherheitsfragen und -antworten entwendet worden sein. In dem offenbar betroffenen System seien aber keine Konto- oder Kreditkarten gespeichert gewesen.

Blick auf eine Yahoo-Nutzerseite im Jahr 2013: Der Internetpionier hat einen weiteren Hackerangriff entdeckt. dpa

Yahoo

Blick auf eine Yahoo-Nutzerseite im Jahr 2013: Der Internetpionier hat einen weiteren Hackerangriff entdeckt.

Das Unternehmen wies Nutzer an, ihre Passwörter zu ändern und ihre Sicherheitsfragen ungültig zu machen, um unerlaubte Zugriffe auf E-Mail-Konten zu verhindern.

Yahoo hat die Passwörter zwar auf zweifache Weise verschlüsselt - über Codierung und mit einer Technik namens Hashing. Doch können Hacker inzwischen gesicherte Passwörter knacken, indem sie riesige Lexika mit ähnlich verschlüsselten Begriffen anlegen und sie mit Datenbanken gestohlener Passwörter abgleichen. Dadurch könnten User in Schwierigkeiten geraten, die ihr Yahoo-Passwort auch für andere Online-Konten nutzen.

Das Unternehmen gehe davon aus, dass es sich dabei um einen anderen Vorfall als den Hackerangriff von 2014 handele, bei dem rund 500 Millionen Konten betroffen waren. Diese Cyberattacke hatte Yahoo im September bekannt gemacht.

Bei dem nun eingeräumten Hackerangriff ging um dem Unternehmen zufolge um dieselbe Art von Daten. Der Konzern vermutet, dass beide Attacken von denselben Angreifern im Auftrag eines Staates ausgingen. Welchem Land sie zugerechnet werden, ist bis heute nicht mitgeteilt worden.

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Der neuerliche umfangreiche Diebstahl von Kundendaten könnte die geplante Übernahme Yahoos durch den Telekommunikationsriesen Verizon gefährden. Der Deal soll ein Volumen von rund 4,8 Milliarden Dollar haben. Nun steht die Frage im Raum, ob Verizon seine Offerte ändert oder gar fallenlässt.

Der Telekomkonzern kündigte dazu an, die Situation im Rahmen der Ermittlungen bei Yahoo im Blick zu behalten. Ehe eine endgültige Entscheidung getroffen werde, würde die „neue Entwicklung“ geprüft, teilte Sprecher Bob Varettoni weiter mit. Yahoo zeigte sich zuversichtlich, dass die neueste Bekanntmachung den Verkauf an Verizon nicht bedroht. Yahoo sei während der Untersuchung in ständigem Kontakt mit Verizon gewesen.

Im nachbörslichen Handel verloren Yahoo-Aktien 2,4 Prozent.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

15.12.2016, 08:07 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Account gelöscht!

15.12.2016, 11:24 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

TRAUTMANN

Danke

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