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02.02.2009

11:54 Uhr

Halbleiter-Konzern

Infineon will Marktführer bei Autochips werden

Probleme hat Infineon derzeit mehr als genug. Aber der Halbleiter-Konzern zeigt sich optimistisch: Infineon will vor allem die Krise in der Autoindustrie nutzen, um zur Nummer Eins bei Autochips zu werden.

Aus der Zentrale von Infineon in München sind derzeit optimistische Töne zu hören. Foto: ap Quelle: ap

Aus der Zentrale von Infineon in München sind derzeit optimistische Töne zu hören. Foto: ap

MÜNCHEN. Infineon will die Absatzkrise in der Autoindustrie für sich nutzen. "Ich bin überzeugt, in Kürze werden wir zur Nummer eins bei Autochips aufsteigen - vielleicht schneller als manche denken", sagte Vertriebs- und Technologievorstand Hermann Eul der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Noch sind die Münchener die Nummer zwei hinter der texanischen Freescale.

Diese ächzt aber nicht nur unter der Wirtschaftsflaute, sondern auch unter der Schuldenlast aus ihrer Übernahme durch Finanzinvestoren. Ehedem war Freescale die Halbleiter-Sparte des Handy-Herstellers Motorola.

"Wir werden davon profitieren, dass immer mehr Elektronik im Auto verbaut wird", sagte Eul. Er erwartet insbesondere durch die Verwendung von Elektromotoren einen Schub. "Wir arbeiten an Chips für Hybridfahrzeuge." Gemeinsam mit dem koreanischen Autohersteller Hyundai unterhalten die Deutschen ein Forschungslabor.

Der Vertriebs- und Technologievorstand betonte jedoch: "Die direkten Zulieferer der Autoindustrie wie etwa Bosch oder Continental wollen und werden wir nicht umgehen. Die sind eingebunden." Er schloss aus, dass Infineon statt einzelner Chips in Zukunft auch komplette Steuergeräte herstellt. "Wir sind heute Lieferant für alle wichtigen Autozulieferer. Warum sollten wir die verprellen?"

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