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21.01.2011

00:18 Uhr

Halbleiterindustrie

AMD will mit Chips für Mobilgeräte kräftig verdienen

Im vergangenen Jahres konnte der amerikanische Chiphersteller AMD einen Gewinn von 429 Millionen Dollar verbuchen. Zu wenig, sagen einige Analysten. Doch das kommende Jahr soll schon stark starten und deutlich höhere Erträge bringen - mit Bausteinen für Handys und Kleincomputer. Doch Experten sind skeptisch.

Chipproduktion bei AMD: Neue Produktlinie soll höhere Gewinne bringen. ap

Chipproduktion bei AMD: Neue Produktlinie soll höhere Gewinne bringen.

HB SAN FRANCISCO. Der US-Chipkonzern AMD hat im vierten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss sei auf 375 Millionen Dollar von 1,2 Milliarden Dollar vor einem Jahr gefallen, teilte Advanced Micro Devices (AMD) am Donnerstagabend mit. Je Aktie ergab sich damit ein Ergebnis (Non-Gaap) von 14 Cent.

Damit übertraf AMD trotz des Rückgangs die Markterwartungen. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit elf Cent je Anteilsschein kalkuliert. Die Aktie stieg nachbörslich um rund drei Prozent.

Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres rechnet der Rivale von Weltmarktführer Intel mit einem stabilen bis leicht rückläufigen Umsatz. Experten erwarten Umsatzerlöse von 1,54 Milliarden Dollar für den Jahresauftakt nach 1,65 Milliarden Dollar im Schlussquartal.

Bei der Konkurrenz sehen die Zahlen deutlich besser aus. Intel schwingt sich von Rekord zu Rekord und versetzte in der vergangenen Woche mit einem überraschend zuversichtlichen Ausblick die Technologiebranche in Verzückung. Im vierten Quartal kletterte der Nettogewinn zum Vorjahr um knapp die Hälfte auf 3,4 Milliarden Dollar.

Große Hoffnungen setzt AMD nun auf Chips, die Mikroprozessoren mit Grafikchips kombinieren. Sie sind das Ergebnis der Fusion mit dem Grafikkartenhesteller ATI. "Wir gehen mit großem Schwung ins neue Jahr 2011, der vom erfolgreichen Start unserer ersten Fusion-APUs noch verstärkt wird", sagte Interimschef Thomas Seiffert. "AMD Fusion" ist der Markenname für die Kombi-Chips. Die Prozessoren sind vor allem für Anwendungen in Geräten geeignet, in denen wenig Platz ist, die neuerdings aber auch tolle 3D-Grafik liefern sollen.

Doch Experten sind sich nicht sicher, ob aller Probleme des Unternehmens damit schon gelöst sind. "Fusion eignet sich gut für Mobilgeräte", sagt Cody Acree von der Williams Financial Group der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Aber es bleiben noch die Schwierigkeiten im Servermarkt." Hier hatte AMD im Vergleich zu AMD deutliche Schwächen gezeigt.

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