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13.10.2015

15:00 Uhr

Handelsblatt-Event

Die Reise in die Zukunft

VonJohannes Steger, Kathrin Witsch

In Zeiten der digitalen Transformation wandeln sich viele Lebensbereiche: So auch das Reisen. Ein Team aus Digital-Strategen und Journalisten sucht auf einer Recherchereise nach Antworten. Die Bilanz des ersten Tages.

Diskutieren über die Zukunft der Reisewirtschaft: Handelsblatt-Redakteurin Britta Weddeling, Alexander Lautz von der Deutschen Telekom (l.) und Till Grusche von der Agentur Huge (r.).

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Diskutieren über die Zukunft der Reisewirtschaft: Handelsblatt-Redakteurin Britta Weddeling, Alexander Lautz von der Deutschen Telekom (l.) und Till Grusche von der Agentur Huge (r.).

DüsseldorfDer Dreisatz der Innovation lautet für manch einen: Apple, Google und Facebook. Technische Innovationen kommen aus dem Silicon Valley – und nicht unbedingt aus Bonn. Doch auch im beschaulichen Rheinland gibt es Vordenker. Es scheint, als habe sich etwas verändert.

Auch was das Reisen betrifft. Wie wandelt sich die Reisewirtschaft in Zeiten der digitalen Transformation? Genau diese Frage haben sich ein Team aus Journalisten des Handelsblatts und Strategen von der US-amerikanischen Agentur Huge gestellt. Entstanden ist dabei ein ungewöhnliches Format: Die Mischung aus Konferenz und Recherche-Reise heißt „Pop-Up-Studio“. Dabei handelt es sich um eine neue, experimentelle und interaktive Zusammenarbeit einer Wirtschaftsredaktion und der Firma aus Brooklyn.

Huge, ist eine der großen Digital-Agenturen aus den USA: Zu ihren Kunden gehören Google und Nike. Auch US-Präsident Barack Obama lässt sich von den Kreativen beraten. Bislang ist die Agentur nur in den USA aktiv, doch jetzt will sie auch nach Europa.

Die Idee hinter dem Pop-Up-Studio ist die Suche – wie sie auch Journalisten interessiert – nach lokalen Geschichten bei einem globalen Thema, wie etwa der Digitalisierung. Grundsätzlich interessiert die Gruppe, was eine Region über den digitalen Wandel erzählen kann. Wie wirkt er sich aus? Und welche Antworten haben Unternehmer in der Region parat?

Das Popup-Studio ist ein soziales Experiment mit offenem Ende – und ein Versuch, Video, Text und soziale Medien zusammenzubringen. Die Ergebnisse der neuen Kooperation werden am kommenden Donnerstag in der Kuppel des Düsseldorfer Ständehauses vorgestellt und diskutiert – mit hochrangingen Vertretern aus Wirtschaft und der Medienbranche.

Das Thema des aktuellen Pop-up-Studios: Reise – in all ihren Formen. Sowohl wortwörtlich: Wie werden sich Reise und Reisewirtschaft verändern und was bedeutet Digitalisierung für die Mobilität der Menschen? Doch ebenso von Interesse für Journalisten wie auch für die Digital-Strategen von Huge, ist die Frage, welche Roadmap Unternehmen für die Reise in die digitale Zukunft schon entworfen haben.

Auf der Suche nach Antworten geht es drei Tage lang quer durchs Rheinland. Mit dem Bus überall dahin, wo kluge Köpfe die digitale Welt vordenken. Mit im Gepäck: ein Kamerateam und natürlich jede Menge Fragen. Das ist das Pop-up-Studio. Tag eins beginnt bei der Deutschen Telekom. 

Erstes Thema hier: die Mobilität der Zukunft. Auf der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg wird sie schon getestet – mit selbstfahrenden Autos. Die sollen schon bald Normalität werden. Bevor wir unserem Auto aber jetzt das Lenken überlassen, wird es erst einmal ein Teil unseres Zuhauses, glaubt Alexander Lautz von der Deutschen Telekom. Telefon, WiFi, Entertainment – die Unterhaltung wird das Fahrerlebnis. Das sieht dann so aus:

Lautz prognostiziert: „In fünf bis zehn Jahren wird das Smartphone nicht mehr die Bedeutung haben, die es jetzt hat. Wir werden wesentlich direkter kommunizieren als ständig auf ein kleines Display zu schauen. Zum Beispiel über Datenbrillen, kleine Kopfhörer, die im Ohr sitzen, und irgendwann sogar über Implantate.“ Das klingt fast so, als würde der Experte den Tod des Smartphones voraussagen. 

Die Verschmelzung von Mensch und Maschine könnte eine ziemliche Herausforderung für Unternehmen werden – gerade im datenschutzliebenden Deutschland. Denn wollen Kunden tatsächlich, dass Firmen ihnen – im wahrsten Sinne des Wortes – so tief unter die Haut gehen?

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