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16.10.2015

15:18 Uhr

Handelsblatt-Event

Die Reise in die Zukunft endet in der Gegenwart

VonJohannes Steger, Kathrin Witsch

Was es alles auf seiner Recherchereise erlebt hat, erzählt das Pop-Up-Team am Donnerstag vor geladenen Gästen. Was bleibt in der digitalen Welt – und was wird sich verändern?

Das Pop-Up-Team präsentiert seine Ergebnisse auf der Bühne. Gespannt hören die Zuschauer im historischen Ständehaus in Düsseldorf zu.

Handelsblatt-Event

Das Pop-Up-Team präsentiert seine Ergebnisse auf der Bühne. Gespannt hören die Zuschauer im historischen Ständehaus in Düsseldorf zu.

DüsseldorfDas ehemalige Parlamentsgebäude in Düsseldorf ist ein historischer Ort. Das Ständehaus ist schon mehr als 200 Jahre alt. Wer allerdings mit dem Aufzug in den vierten Stock fährt, steht plötzlich unter einer das gesamte Gebäude überwölbenden Kuppel aus Glas und Stahl. Und in dieser Mixtur aus Vergangenheit und Moderne haben sich am Donnerstag rund 60 Gäste aus Wirtschaft, Medien und Gesellschaft eingefunden, um zu erfahren was Reisen im digitalen Zeitalter bedeutet.

Wie wandelt sich die Reisewirtschaft in Zeiten der digitalen Transformation? Genau diese Frage hat sich ein Team aus Handelsblatt-Journalisten und Strategen der US-amerikanischen Agentur Huge gestellt. Entstanden ist dabei ein ungewöhnliches Format: Die Mischung aus Konferenz und Recherche-Reise: Das „Pop-Up-Studio“. Vier Tage lang ging es zu verschiedenen Gesprächspartnern. Von Größen wie Trivago und der Deutschen Telekom, bis hin zu Start-ups wie „Trevo Trend“ und „VolunteerWorld“.

Mit Käse, Schinken, getoastet oder kalt, mit Salat oder ohne Zwiebeln, groß oder klein, im Menü oder einzeln? Viele Entscheidungen dafür, dass man eigentlich nur ein Sandwich will. Was dazu führt, dass die meisten sich am Ende doch für das fertig zusammengestellte Sandwich entscheiden. Ein überraschendes Ergebnis der Pop-Up-Studio-Reise: Je mehr Auswahl wir haben, desto eher wollen wir uns von der Masse unterschieden, individuell sein. Nicht nur beim Sandwich, sondern auch bei elementareren Lebensbereichen. Das Beispiel zeigt aber auch: Je mehr Auswahl wir haben, desto schwerer fällt es uns eine Entscheidung zu treffen. Und obwohl wir nach Individualität suchen, macht es uns die Digitalisierung mitunter schwer, diese wirklich zu erreichen.

Authentizität war einer der zentralen Begriffe, der im Laufe der Recherche-Reise immer wieder betont wurde. Auch im Reiseverhalten zeigt sich die Suche nach Individualität und einzigartigen Erlebnissen. Wer sich Postkartenmotive auf „Youtube“ und „Google“ zusammensuchen kann, dem reicht ein vorgefertigtes Urlaubspaket nicht. Der sucht auch hier nach Einzigartigkeit. Das zeigt sich in Angeboten wie „Airbnb“. Aber auch in den Erfolgen von Start-ups wie „Volunteerworld“, das Projekte und Freiwillige auf aller Welt zusammenbringt. Brunnen bauen statt Urlaub im Resort.

Die Suche nach Erfahrungen in anderen Kulturen und Lebensräumen wird vereinfacht durch das allgegenwärtige Smartphone. Das Smartphone ist unser digitales zu Hause und reist immer mit: Wir hören unsere Musik („Spotify“, „AppleMusic“), schauen unsere TV-Serien („Netflix“, „Amazon Prime“, „Watchever“) und erzählen der Welt permanent und live von unseren Erlebnissen im Urlaub,  verewigt in den sozialen Netzwerken. Das führt dazu, dass wir unsere Komfortzone erweitern. Ein „Zuhause-Gefühl“ können wir dank Smartphone überall schaffen.

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